Mit schnellen Rundenzeiten und guten Testplatzierungen wussten die Franzosen von Renault in den zurückliegenden Wochen der Wintertestfahrten zu überzeugen. Entsprechend zuversichtlich geht Fernando Alonso in das erste Rennwochenende des Jahres: "Wir sind bereit für Melbourne."

Eine Meinung, welche der Spanier mit seinem Technischen Direktor Bob Bell teilt. "Die einzige Unklarheit ist unsere Position", so der Technikchef aus Enstone. "Wir sind optimistisch, dass wir die Lücke zu Ferrari geschlossen haben, aber ihr großer potenzieller Vorteil ist die Zuverlässigkeit, da sie in Melbourne ein bekanntes Auto einsetzen."

Renault plagten hingegen zuletzt noch einige Zuverlässigkeitsprobleme, wie Fernando Alonso eingestehen muss. "Bei unserem letzten Test in Barcelona hatten wir noch einige Zuverlässigkeitsprobleme, aber das ist zu diesem Zeitpunkt des Jahres normal und das Team hat hart daran gearbeitet sie zu beheben." Im Gegenzug zum zuverlässigen und erprobten F2004 M setzen die Ferrari-Rivalen Autos ein, welche für die neuen Regeln gebaut wurden. "Wenn wir uns die Testzeiten ansehen, dann sind McLaren und wir auch Spitzenteams", so Bell, "und wir erwarten, dass Ferrari in Australien ebenfalls zu dieser Gruppe gehören wird."

Fernando Alonso sieht die Roten sogar noch immer ganz vorne: "Ich erwarte, dass Ferrari noch immer die Nummer 1 sein wird. Auch McLaren sah währen der Wintertests stark aus. Diese beiden Teams werden also unsere größten Rivalen sein."

Dennoch verweist Bob Bell darauf, dass ihn die Erfahrungen der letzten Jahre gelernt haben den Testzeiten nicht zu sehr zu vertrauen. "Sie sind unzuverlässige Indikatoren", so Bell. "Deswegen müssen wir abwarten was in Melbourne passieren wird. Aber wir haben ein gutes Auto, motivierte Fahrer und ein starkes Rennteam, welches sich schnell an Regeländerungen anpasst. Wir sind für das Auftaktwochenende also sehr optimistisch."

Der zweite der beiden "motivierten" Fahrer, Giancarlo Fisichella, sieht dies ähnlich: "Es sieht gut für uns aus", sagt der Italiener vor seinem Renault-Comeback-Rennen. "Wir haben ein starkes Paket, der R25 hat über den Winter viele Testkilometer absolviert und das Setup wird immer besser. Ich bin also zuversichtlich und mit dem Auto zufrieden." Nun möchte er die guten Testzeiten auch in gute Ergebnisse am Rennwochenenden umsetzen.

Die Strecke im Albert Park zu Melbourne liegt dem Römer dabei nicht ganz so gut. "Dennoch war ich hier immer ziemlich gut. Ich gehe zum ersten Mal mit der Hoffnungen das Rennen zu gewinnen nach Melbourne."

Eine Hoffnung die sich Fisico mit seinem Teamkollegen teilen muss. Allerdings räumt dieser ein, dass Melbourne "kein perfekter Kurs" für Renault sei. "Andere Strecken werden unserem Auto besser liegen, aber nach den Wintertests hoffe ich, dass wir sehr konkurrenzfähig sein werden."