Formel 1

Juan Pablo Montoya: Wir müssen ins Ziel kommen

Juan Pablo Montoya spricht über seine Fitness, den harten Kampf gegen seinen Teamkollegen sowie die Zielsetzung für die ersten Saisonrennen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Bevor das neue silberne Traumduo Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen am kommenden Donnerstag erstmals zusammen einen Test für McLaren Mercedes bestreiten wird, präsentierte sich der kolumbianische Neuzugang der Silberpfeile am heutigen Dienstag auf einer Pressekonferenz seines Sponsors Tag Heuer zusammen mit Brad Pitt und Uma Thurman sowohl psychisch als auch physisch in Bestform.

So wurde dem Südamerikaner mehrfach beteuert, dass er besonders fit wirke. Gegen Ende des letzten Jahres waren Gerüchte aufgekommen, wonach McLaren-Boss Ron Dennis seine Neuverpflichtung dazu ermahnt hatte abzunehmen. Eine Geschichte die Juan heute lachen ließ.

"Es ist eine lustige Geschichte, denn als ich in die F1 einstieg sagte Frank Williams zu mir: Oh, du bist aber dick, du hast Übergewicht. Bei meinem ersten F1 Rennen wog ich also 75 Kilo mit Helm und allem drum und dran. Jetzt sage alle wie fit ich aussehe und ich wiege vielleicht 75 Kilo ohne den Helm."

Dennoch ist Montoya mit der Arbeit seines neuen Fitnesstrainers, der vorher in Diensten von David Coulthard stand, sehr zufrieden. Zudem erhält er bei McLaren nun jene Möglichkeit, welche er bei "Williams niemals" hatte. "Williams sagte immer nur, dass ich fitter sein müsste, aber sie unternahmen nie etwas dafür."

Harter Kampf gegen Kimi

Doch egal wie fit oder schwer Juan Pablo Montoya auch sein mag, für die neue Saison erwartet er sich einen heißen Kampf mit seinem coolen Teamkollegen Kimi Räikkönen. "Ich hatte harte Rennen gegen Kimi als ich für Williams fuhr und er für McLaren und das gleiche werden wir nun auch sehen, da wir beide für McLaren fahren", kündigte Montoya harte Zweikämpfe an. "Ich werde mein Bestes geben ihn zu schlagen und er wird sein Bestes geben um mich zu schlagen."

Gleichzeitig möchten beide jedoch zusammenarbeiten um den Wagen zu verbessern und sicherzustellen, dass "wir zuerst alle anderen schlagen". Dabei erwartet Juan Pablo auch sein Ex-Team aus Grove als "konkurrenzfähig": "Man kann nicht sagen, dass ich ein sinkendes Schiff verlassen hätte. Denn das sinkende Schiff gewann das letzte Rennen."

Kimi mit leichtem Vorteil

Obwohl der Kolumbianer alles geben möchte um seinen Teamkollegen zu bezwingen, ist er sich auch darüber im Klaren, dass sein Teamkollege einen gewissen Erfahrungsvorteil mit dem Team und dem Auto besitzt. "Es ist wie damals als ich in die F1 kam", erinnert sich Montoya zurück. "Alle erwarteten, dass ich schneller als Ralf bin und Ralf hatte den besseren Start und Frank dachte deswegen dass Ralf der bessere sei. Er gab ihm unsinnig viel Geld und danach schlug ich ihn."

Dennoch betont Montoya, dass er noch nicht wisse, wie gut das neue Auto sein wird. "Dieses Geschäft ist sehr hart und ich weiß nicht wo wir stehen werden, besonders nach den vielen Regeländerungen." Als Ziel hat sich der Kolumbianer deswegen für die ersten Rennen eine hohe Zuverlässigkeit gesetzt: "Ich glaube es spielt keine Rolle wie schnell wir in den ersten Rennen sind, jedenfalls so lange wir ins Ziel kommen. Wir müssen Punkte holen."


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