Formel 1

Testing Time, Tag 2: Williams-Doppelführung beim Toyota-Debüt

Während Ferrari alleine in Vallelunga testete, bekam Ralf Schumacher in Jerez die erste Geschmackprobe seines neuen Arbeitsgeräts.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Nachdem bereits drei Teams am gestrigen Montag ihre ersten Testarbeiten des Jahres 2005 im südspanischen Jerez de la Frontera sowie im italienischen Vallelunga aufgenommen hatten, gesellten sich heute noch einige weitere Rennställe hinzu.

Jerez: Webber vor Heidfeld

Während gestern Nick Heidfeld die erste Testbestzeit des Jahres 2005 vor seinem Teamkollegen Mark Webber erzielte, drehten die beiden Weiß-Blauen am heutigen Dienstag die Reihenfolge um: Webber fuhr nach 115 Umläufen die schnellste Zeit vor dem Mönchengladbacher.

Beide arbeiteten dabei an der Weiterentwicklung des FW26B, wobei Webber gegen Ende des Tages trotz seiner immensen Rundenanzahl von einigen technischen Problemen aufgehalten wurde.

Der dritte Platz der Zeitentabelle ging unterdessen an den Franzosen Franck Montagny, der für Renault die Testarbeit in einem R24B aufnahm. Montagny wird der einzige Renault-Fahrer sein, der in dieser Woche aktiv ist.

Die beiden schwarzen B·A·R-Konzeptautos wurden derweil wie schon gestern von Anthony Davidson und Enrique Bernoldi gefahren.

Bei Toyota führte Ralf Schumacher den Shakedown des am Samstag vorgestellten neuen TF105 durch, weswegen der Deutsche nur 40 Runden absolvierte und hauptsächlich damit beschäftigt war alle Systeme des Autos zu überprüfen.

Bis auf einige Hitzeprobleme am Morgen, welche dafür sorgten, dass die elektrischen System des Autos zu heiß wurden, weshalb man einige Modifikationen vornehmen musste, erlebte Ralf einen guten ersten Tag mit seinem neuen Arbeitsgerät.

"Es lief alles sehr gut", erklärte Ralf nach dem Test. "Natürlich waren wir das einzige 2005er Auto auf der Strecke, weswegen wir keinen Vergleich haben, aber wir haben heute eine gute Basis gefunden und hatten bislang keine Probleme. Dies ist eines jener Autos, welches sich von Beginn an gut anfühlt."

Vallelunga: Badoer allein unterwegs

Wie gestern drehte die Scuderia Ferrari auch heute wieder ihre Runden auf der italienischen Rennstrecke von Vallelunga. Ferrari-Paradetester Luca Badoer absolvierte hierbei ganze 112 Umläufe des 3,243 Kilometer langen Kurses und erzielte eine Bestzeit von 57.700 Sekunden. Auf dem Programm standen für den Italiener Reifen- sowie Elektroniktests. Morgen werden die Roten ihre Testarbeiten in Jerez mit Marc Gené fortsetzen.

Die Testzeiten aus Jerez

Platz Fahrer (Team) Reifen Zeit Runden
1. Mark Webber (Williams) M 1:16.558 115
2. Nick Heidfeld (Williams) M 1:16.765 80
3. Franck Montagny (Renault) M 1:17.458 104
4. Anthony Davidson (B·A·R) M 1:18.533 95
5. Ralf Schumacher (Toyota TF105) M 1:18.950 40
6. Enrique Bernoldi (B·A·R) M 1:20.178 130

Die Testzeiten aus Vallelunga

Platz Fahrer (Team) Reifen Zeit Runden
1. Luca Badoer (Ferrari) B 57.700 112

Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video