Lewis Hamilton meldet sich im 1. Freien Training zum Großbritannien GP vor heimischer Kulisse eindrucksvoll zurück. Der Rekordsieger der Formel 1 benötigte für die 5,891 Kilometer des Silverstone Circuit 1:26,892 Minuten und ließ das McLaren-Duo hinter sich. Hamilton fuhr zum ersten Mal im Ferrari auf seiner erfolgreichsten Strecke, auf der er schon neun Mal gewinnen konnte.
Das Ergebnis: Bis auf Gabriel Bortoleto fuhren alle Piloten ihre schnellsten Runden auf dem Soft-Reifen, der 2025 mit dem C4 eine Stufe weicher ist als noch in der Vorsaison. Darauf war Lewis Hamilton 0,023 Sekunden schneller als Lando Norris im McLaren. Dabei fuhr Hamilton seine Bestzeit nicht im ersten Anlauf auf den Soft-Reifen. Anderthalb Zehntelsekunden hinter der Bestzeit sortierte sich der WM-Führende Oscar Piastri im zweiten McLaren ein.
Charles Leclerc bestätigte den guten Ferrari-Eindruck auf Rang vier. Ihm fehlten zwei Zehntel auf seinen Teamkollegen. Dahinter reihte sich George Russell im Mercedes vor Isack Hadjar im Racing Bullen ein. Alexander Albon, Liam Lawson und Kimi Antonelli belegten die folgenden Plätze. Weltmeister Max Verstappen kam mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand nicht über Platz zehn hinaus.
Verstappen nur auf P10 - befeuert das die Gerüchte rund um einen Wechsel zu Mercedes weiter? Christian bringt euch im Video auf den aktuellen Stand wie es um Verstappen und seinem möglichen Aus bei Red Bull steht:
Arvid Lindblad, der sein Rookie-Trainings-Debüt für Red Bull im Cockpit von Yuki Tsunoda gab, landete auf Rang 14. Er war eine halbe Sekunde langsamer als Verstappen. Nico Hülkenberg musste im 1. Training ebenfalls für einen Rookie Platz machen. Paul Aron fuhr in seinem Sauber-Cockpit auf Rang 17.
Die Zwischenfälle: Pierre Gasly und Gabriel Bortoleto sorgten für Schrecksekunden bei ihren Teams. Zu Beginn der Session kam Gasly am Ausgang von Copse etwas weit raus und legte einen spektakulären 360 auf den Asphalt. Der Alpine-Pilot kam dabei gar nicht zum Stehen und konnte direkt weiterfahren, nur der Reifensatz war ruiniert.
Später erwischte es Bortoleto an gleicher Stelle. Der Sauber-Pilot beließ es aber nicht bei einer Umdrehung: Der Brasilianer drehte sich gleich zweimal, ehe er wieder in Fahrtrichtung stand. Auch seine Pneus mussten der Actioneinlage Tribut zollen, weshalb er keine schnelle Zeit auf den Soft-Reifen anschreiben konnte.
Die Technik: Pünktlich zum Heimrennen haben viele Teams größere Updates am Auto. McLaren und Red Bull komplettieren ihre Updates aus Österreich mit neuen Unterböden. Auch Aston Martin, Haas und Sauber haben am Unterboden Hand angelegt. Die meisten Teams fuhren im 1. Trainings Vergleichstests, am Nachmittag sollen die Updates dann an beiden Autos der Teams verbaut sein.
Das Wetter: Nach der Hitzeschlacht in Österreich zeigte sich das Formel-1-Wetter in Silverstone gnädig. Das Quecksilber stieg während der Session auf gut 23 Grad Celsius, der Asphalt erhitzte sich unter leicht bewölktem Himmel auf rund 40 Grad. Für das Qualifying morgen droht Regen, am Rennsonntag soll es trocken bleiben. Die Temperaturen sollen sich in ähnlichen Regionen bewegen.
In Silverstone sind die Hardcore-Fans der Formel 1 zu Hause. Ob auch sie sich den F1-Film mit Brad Pitt ansehen sollen? Unsere Empfehlung gibts im Video:



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