Formel 1

Mehr Einfluss für die Fahrergewerkschaft - Wurz neuer GPDA-Vorsitzender

Die Formel-1-Fahrergewerkschaft hat einen neuen Vorsitzenden: Alexander Wurz soll die GPDA in ein neues Zeitalter führen.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Am Rande des Japan GPs hat die Formel-1-Fahrergewerkschaft einen neuen Vorsitzenden gewählt: Alexander Wurz. Der ehemalige Formel-1-Pilot tritt damit die Nachfolge von Pedro de la Rosa an, der der Vereinigung zwischen 2008 und 2010 und von 2012 bis heute vorsaß.

Neben dem Vorsitzenden wurden zwei weitere GPDA-Direktoren gewählt. Jenson Button und Sebastian Vettel bleiben in ihren Ämtern. "Alex wird ein großartiger GPDA-Vorsitzender sein", ist sich Vettel sicher. "Er ist einer der erfahrensten Piloten, die ich kenne, voll mit positiven, neuen Ideen und er hat in seiner Karriere so viele verschiedene Aspekte des Sports gesehen", begründet Vettel sein Vertrauen.

Wurz startet in der Langstreckenweltmeisterschaft - Foto: Toyota

Wurz startete zwischen 1997 und 2007 bei insgesamt 69 Grands Prix und ist mit seiner Beraterrolle bei Williams noch immer in das Tagesgeschäft der Formel 1 involviert. Gleichzeitig startet er für Toyota in der Langstreckenweltmeisterschaft und bei LeMans.

Wurz soll die GPDA aber nicht nur auf dem Blatt führen. Vielmehr soll der Österreicher eine neue Marschroute ausgeben. "Ich bin stolz, die Verantwortung und die Möglichkeit zu haben, die GPDA zu einer stärker vereinten Stimme für unseren Sport zu machen", so Wurz.

"Wir kennen unsere Geschichte, wir wissen, was Helden wie Stirling, Niki, Jackie, Michael und Ayrton alles erschaffen haben", führt Wurz weiter aus. "Mit der Unterstützung von Jean [Todt, FIA Präsident] und Bernie [Ecclestone], den Teams, den Medien und am wichtigsten noch mit der Rückendeckung der Fans, will die GPDA nun einen dynamischeren und positiveren Einfluss auf die Zukunft des Sport nehmen."

Mit einem Fünf-Punkte-Plan will Wurz seine Ziele in die Tat umsetzen. Den Fahrern geht es nicht mehr nur um reine Fahrer-Belange wie Sicherheit auf der Strecke. Gemeinsam mit den Regelmachern, also der FIA und dem kommerziellen Rechteinhaber will die GPDA den Sport für die Fans attraktiver machen. Hauptaugenmerk liegt darauf, wieder jüngere Menschen anzusprechen.

Präsidenten der GPDA (Grand Prix Driver' Association)

PräsidentZeitraum
Michael Schumacher1994-2005
David Coulthard2005-2006
Ralf Schumacher2006-2008
Pedro de la Rosa2008-2010
Nick Heidfeld2010-2011
Pedro de la Rosa2012-2014
Alexander WurzSeit 2014

Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter