Das Fahrerkarussell der Formel 1 dreht sich auf Hochtouren, doch das wohl begehrteste Cockpit ist seit Montag vergeben. Obwohl er nicht als Favorit auf die Nachfolge von Mark Webber bei Red Bull galt, wurde Nico Hülkenberg mit dem Weltmeisterteam dennoch hin und wieder in Verbindung gebracht. Wirklich damit gerechnet, bei den Bullen zum Zuge zu kommen, hatte der Emmericher jedoch nicht.
"Ich habe nie geglaubt, dass ich eine realistische Chance habe, von daher stand das eh nie wirklich zur Debatte", erklärte Hülkenberg. "Es wäre natürlich schön gewesen, aber war nichts, worauf ich spekuliert hätte."
Wohin zieht es den 26-Jährigen also in der kommenden Saison? Hülkenberg gilt als heißer Kandidat bei Lotus, doch die Mannschaft aus Enstone wird sich so lange nicht festlegen, ehe Kimi Räikkönens Zukunft entschieden ist. Ob jedoch der Iceman das absolute Zünglein an der Waage ist, vermochte Hülkenberg nicht abschließend zu beurteilen. "Ich weiß nicht, ob alles an ihm hängt", meinte er. "Wahrscheinlich hängt viel an ihm, aber inwiefern alles daran liegt, weiß ich nicht."
Sauber-Verbleib nicht ausgeschlossen
Eine weitere Option wäre ein Verbleib bei Sauber - für Hülkenberg durchaus kein abwegiges Szenario. "Ich würde niemanden ausschließen; es ist auch möglich, dass ich nächstes Jahr bei Sauber fahre", betonte er. Generell sei es ja noch relativ früh im Jahr und man müsse keine überstürzte Entscheidung treffen. "Das ist die Zeit, in der man sich abtastet und Möglichkeiten auslotet", so Hülkenberg. "Ich glaube, der Gang ist ganz normal." Einen Wunsch hat der Emmericher dann aber doch für 2014: "Ein gutes Auto."
Erstmals ist an diesem Wochenende auch Sergey Sirotkin mit Sauber bei einem Formel-1-Wochenende vor Ort. Hülkenberg hatte bereits die Möglichkeit, mit seinem potenziellen Teamkollegen in spe ein paar Worte zu wechseln. "Wir haben ein bisschen Smallalk gemacht, er scheint ein netter Kerl zu sein", so sein Urteil.

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