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Formel 1

Leave me alone - Räikkönen: Nicht hier, um Interviews zu geben

Kimi Räikkönen hat die ständigen Fragen zu seiner Zukunft satt. Medienrummel, soziale Netzwerke - auf das alles kann der Finne verzichten.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - "Leave me alone" - diesen Spruch würde Kimi Räikkönen derzeit wohl auch gern in Richtung der Medien brüllen. In Monaco wird der Finne mit Fragen über seine Zukunft bombardiert, obwohl er immer wieder betont, dass er nicht weiß, was er 2014 tun wird. Spekulationen, wonach er zu Red Bull wechseln könnte, will er nicht kommentieren. "Natürlich will man in einem siegfähigen Auto sitzen, aber es gibt keine Garantie, dass Red Bull 2014 mit all den Regeländerungen ein siegfähiges Auto hat", erklärte der Lotus-Pilot.

Klar, will ich weitere Titel gewinnen, aber wenn es nicht passiert, dann geht mein Leben weiter
Kimi Räikkönen

Daher entscheide er mehr nach dem Gefühl, denn für ihn müssen sämtliche Aspekte passen. "Ich habe bereits geschafft, was ich immer erreichen wollte, den WM-Titel. Alles, was noch folgt, ist großartig. Klar, will ich weitere Titel gewinnen, aber wenn es nicht passiert, dann geht mein Leben weiter", stellte er klar. Aus seiner Abneigung gegen den ganzen Medien-Zirkus rund um die F1 hat er noch nie einen Hehl gemacht. "Ich bin nicht hier, um Interviews zu geben. Ich bin hier, um Rennen zu fahren, Rennen zu gewinnen - so einfach ist das", betonte der Lotus-Pilot.

Deshalb liest er auch keine Schlagzeilen über sich. Diese würden sowieso nicht der Wahrheit entsprechen oder aufgebauscht werden. Wie beispielsweise seine Saufgelage, bei denen es passieren kann, dass Räikkönen auf einer Parkbank mit einem Gummi-Delphin einschläft. "Ich gebe zu, dass ich manchmal nicht weiß, was ich tue", erklärte der Finne mit einem Schmunzeln. "Aber wer war noch nie betrunken? Das passiert allen einmal. Aber die Geschichte, die daraus gemacht wurde, war völlig übertrieben."

Ich gebe zu, dass ich manchmal nicht weiß, was ich tue
Kimi Räikkönen

Dass andere Fahrer sogar freiwillig Privates über soziale Netzwerke veröffentlichen, kann der 33-Jährige nicht verstehen. Facebook? Twitter? Räikkönen nutzt nichts davon und wenn er könnte, würde er sogar sein Handy in den Müll werfen. "Ich kann ganz gut ohne diese Dinge leben. Mich interessiert es nicht, den Leuten zu erzählen, was ich den ganzen Tag über mache oder wo ich mich aufhalte. Mein Privatleben - meine Freunde, meine Familie - ist privat", stellte Räikkönen klar.


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