Massa, Räikkönen, Alonso - drei Trainings, drei Bestzeithalter. Zum zweiten Mal an diesem Wochenende sicherte sich mit Fernando Alonso ein Ferrari-Fahrer die schnellste Zeit einer Session. In 1:33.247 Minuten war er ein Zehntel schneller als sein WM-Rivale Sebastian Vettel.

Das Wetter: Regen ist auch in diesem Jahr in der Wüste nicht zu erwarten. Dennoch haben sich die Bedingungen am Samstag im Vergleich zum ersten Trainingstag am Freitag verändert: Der Wind bläst aus einer anderen Richtung, was sich durchaus auf die Abstimmung der Autos auswirkt. Die Temperaturen waren schon am Vormittag hoch: 38 Grad Strecken- und 31 Grad Lufttemperatur.

Die Technik: Max Chilton kam nur auf sieben Runden in seinem Marussia-Boliden. Danach musste er aus der Box zusehen, wie die Mechaniker am Heck seines schwarz-roten Autos schraubten. Kleinere Probleme gab es bei McLaren und Mercedes: Jenson Button hatte in seinem Funkhörer ein dauerhaftes Safety-Car-Piepen, Nico Rosbergs Telemetrie fiel aus, sodass sein Team nicht genau erkennen konnte, wo er sich gerade auf der Strecke befand.

Hamiltons Hinterreifen nach dem Zwischenfall -
Hamiltons Hinterreifen nach dem Zwischenfall -Foto: Sutton

Die Zwischenfälle: Die spektakulärste Aktion legte Fernando Alonso auf den staubigen Asphalt: Kurz nach der Halbzeit der Session drehte sich der Spanier von der Strecke, konnte das Training jedoch fortsetzen. Auch Romain Grosjean testete abermals die weitläufigen Auslaufzonen des Bahrain International Circuit. Am Ende des Trainings fuhr auch Sebastian Vettel einmal durch die Auslaufzone. Bereits nach Ablauf der Zeit humpelte Lewis Hamilton mit einem Reifenschaden hinten links und einer abgeknickten Aufhängung an die Box zurück.

Die Platzierungen: Alonso, Vettel, Mark Webber und Kimi Räikkönen belegten die ersten vier Plätze des dritten Trainings. Den beiden Red-Bull-Fahrern fehlten jeweils etwas mehr als eine Zehntelsekunde auf die Alonso-Bestzeit. Räikkönen und Lewis Hamilton auf Platz fünf waren zwei Zehntel langsamer als der Spanier. Grosjean, Adrian Sutil und Paul di Resta komplettierten die Top-8.

Die Analyse: Eng geht es zu in Bahrain. Die Top-13 von Alonso bis Sergio Perez lagen innerhalb von 1,035 Sekunden. Die Top-6 trennten gerade einmal zwei Zehntelsekunden. Ferrari und Red Bull scheinen nach den Trainings gleichauf die Favoriten für die Pole zu sein, aber auch Lotus und Mercedes sind nicht allzu weit weg. Eine Überraschung könnte Force India gelingen.