Formel 1

Nicht von Top-3 zu träumen gewagt - Alonso strahlt über Position drei

Fernando Alonso zeigte im Qualifying von Barcelona eine sehr gute Leistung und stellte seinen F2012 vor jubelnden spanischen Fans auf die dritte Startposition.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Die Fans auf den Tribünen jubelten, als hätte Fernando Alonso beim Grand Prix von Spanien die Pole Position erzielt. Doch nach den ersten vier Rennen kann der dritte Platz und damit ein Startplatz in der zweiten Reihe bei seinem Heim-Grand-Prix auch fast als solche gewertet werden. "Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg", strahlte der Ferrari-Pilot. "Für uns war es bisher unmöglich, auch nur von den Top-3 zu träumen."

Für uns war es bisher unmöglich, auch nur von den Top-3 zu träumen
Fernando Alonso

Niemand konnte einschätzen, wie groß der Sprung nach vorne - aber auch vielleicht nach hinten - nach den Testfahrten in Mugello wirklich werden würde. Daher sprach Alonso von einem definitiven Fortschritt. "Das ganze Feld liegt so eng beisammen, dass zwei oder drei Zehntel einen großen Unterschied und viele Positionen ausmachen können", machte der Spanier deutlich, dem lediglich 17 Hundertstel auf Platz zwei fehlten.

Punkte für die Weltmeisterschaft

Wie groß der Schritt nach vorne aber wirklich ist, konnte Alonso noch nicht bestimmt sagen. "Aber ich bin mit meiner Runde sehr zufrieden. Sie war perfekt", freute sich der 30-Jährige. "Ich hätte noch 100 Reifensätze mehr aufziehen und es dennoch nicht besser machen können."

Ich hätte noch 100 Reifensätze mehr aufziehen und es dennoch nicht besser machen können
Fernando Alonso

Aus diesem Grund war sein dritter Platz auch beinahe wie eine Pole Position für Alonso. "Wir machten heute so viel wir konnten, daher sind wir froh, aus einer deutlich besseren Position als bei den vorhergegangen Grand Prix zu starten", sagte der Spanier.

Allerdings ist auch Alonso der alte Spruch sehr bekannt, dass die Punkte erst am Sonntag vergeben werden. Punkte, die er und Ferrari sehr dringend brauchen. Besonders die Tatsache, dass Sebastian Vettel, Jenson Button und Mark Webber deutlich hinter ihm starten, will der Ferrari-Pilot nutzen. "Wir müssen einen Vorteil aus dieser guten Position heute ziehen und mehr Punkte als sie einfahren." Eine Hilfe hat er dabei sicher auf seiner Seite: die tausenden Fans, die größtenteils nur wegen ihm angereist sind. "Vor dieser unglaublichen Kulisse Rennen zu fahren, gibt mir immer noch einen Schuss Extramotivation.


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