Valtteri Bottas kam zum Auftakt der Young Driver Days zum ersten Mal in den Genuss, ein Formel-1-Auto über einen Kurs fahren zu dürfen. Der Finne den FW33 für Williams am ersten Tag auf den siebten Rang im Zeitentableau, am Ende hatte er gut drei Sekunden Rückstand auf Jean-Eric Vergnes Bestzeit im Red Bull. Allerdings musste Bottas zwischenzeitlich eine Zwangspause einlegen, nachdem es am Auto ein Problem mit dem Getriebe gab. "Ich habe es wirklich genossen, das Auto zum ersten Mal auf einer richtigen Strecke fahren zu dürfen", so Bottas. "Ich brauchte nicht allzu lang, um mich ans Auto zu gewöhnen, aber ein paar Sachen waren noch neu für mich."
Bottas krönte sich in der abgelaufenen Saison zum Champion in der GP3, wo er vier Siege einfuhr. Doch der Unterschied zum F1-Boliden ist beträchtlich, wie er feststellen musste. "Das Auto hat viel mehr Downforce und Power als die Autos, die ich bislang gewöhnt war", sagte er. "Aber ich hatte Spaß und denke, dass es gut lief." Bottas kennt den FW33 bereits von Simulator- und Straightline-Tests, doch er brauchte in Abu Dhabi eine Weile, um sich an die Servolenkung zu gewöhnen. "Das hatte ich zum ersten Mal in einem Formel-Auto, deshalb war das Lenken ganz anders", meinte Bottas.

Trotz des Getriebeschadens spulte Bottas insgesamt 71 Runden auf dem Yas Marina Circuit ab - bei Temperaturen bis zu 32 Grad. "Ich habe vorher viel trainiert, das half mir", erklärte er seine Vorbereitung auf die Tests. "Ich hatte heute keine großen, physischen Probleme, aber es war natürlich ziemlich hart, auch wegen der Temperaturen." Williams testete im Hinblick auf die kommende Saison eine neue Auspuffkonfiguration - die Jagd nach den Rundenzeiten stand im Hintergrund.
"Das Ziel ist nicht, supersofte Reifen aufzuziehen und die besten Zeiten zu fahren", betonte Bottas. "Wir wollen unser Programm durchziehen und die Streckenzeit so gut wie möglich nutzen." Zum Ende der Session hin erzielte er seine bis dato schnellste Runde. "Für die letzten Umläufe zogen wir die Option-Reifen auf, hatten allerdings noch nicht das Minimum an Benzin im Tank", erklärte er. "Natürlich kann man immer etwas am Fahren oder am Setup verbessern, aber ich bekam gutes Feedback."
Er habe sich von Runde zu Runde verbessern können und hoffte, einen positiven Eindruck beim Team hinterlassen zu haben. Zu seinen Plänen für die Zukunft wollte er sich unterdessen noch nicht äußern: "Ich habe viele Alternativen, aber noch ist alles offen. Ich hoffe aber, dass bald Klarheit herrscht." Am zweiten Tag der Young Driver Days wird Bottas abermals im FW33 Platz nehmen.



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