Charles Pic ist die GP2-Serie gewöhnt. Die Nachwuchsklasse der Formel 1 schloss der Franzose auf Platz vier ab. Bei den Young Driver Testfahrten in Abu Dhabi durfte der 21-Jährige bei Virgin erstmals Formel-1-Lift schnuppern. Pic war von den Geschwindigkeiten der Formel 1 ebenso beeindruckt, wie von der Bremsleistung der Boliden.

Hinzu käme die Fülle an Informationen, die ein Fahrer in der Königsklasse aufnehmen und in kürzester Zeit verarbeiten müsse. "Als Rookie braucht man natürlich Zeit, um das alles zu verinnerlichen", weiß Pic nach seiner ersten Erfahrung im Auto zu berichten.

Der Franzose vermutet, dass man den Lernprozess nicht in Runden abschätzen könne, sondern vielmehr komplette Tage im Auto benötige, um konkurrenzfähig zu sein. "Man braucht schon die ganzen Testfahrten vor der Saison, um sich als Rookie einzuschießen", sagt Pic, der gute Karten hat, 2012 neuer Teamkollege von Timo Glock zu werden. "Man kann zwar im Voraus viel üben, aber im Auto sieht es letztlich anders aus. Da läuft dann doch recht viel über Learning-by-doing."

Pics Ziel ist es, kommendes Jahr als Stammfahrer im Team zu sein. Dafür müsse er sich aber auf die Testfahrten in dieser Woche konzentrieren und dürfe sich durch nichts ablenken lassen. Auch nicht durch die Gerüchte um seine Person. Morgen sitzt der Franzose erneut im Virgin. Dann stehen für den Neuling erstmals Reifentests auf dem Programm.