Der Saisonstart in Melbourne endete für das Sauber-Team mit einem bösen Erwachen. Nachdem Sergio Pérez und Kamui Kobayashi im Rennen die Ränge sieben und acht eingefahren hatten, wurden die beiden Piloten des schweizerischen Teams aufgrund eines illegalen Heckflügels disqualifiziert. So verlor das Team zehn wertvolle Punkte. Doch nicht nur durch dieses Missgeschick büßte das Team Punkte ein. Auch die Boxenstopps, die oft misslungen, kosteten Sauber in den Rennen viel Boden im Kampf um Konstrukteurspunkte.
Teammanager Beat Zehnder führt dies unter anderem auf Fehler der Fahrer beim Stoppen zurück. "Zu 80 Prozent stoppen die Fahrer an den Boxen nicht am richtigen Ort. Das kostet wertvolle Zeit", verriet Zehnder dem Blick. So habe Pérez in Indien gleich drei Meter zu spät gehalten, wobei viel Zeit verloren ging, da die Mannschaft mit dem Material nachrücken musste. Dies habe den sicher geglaubten neunten Platz gegen Adrian Sutil gekostet.
Nur die achtschnellsten Boxenstopps für Sauber
Ein weiteres Problem liegt darin, dass Sauber kein Ampelsystem einsetzt wie andere Teams. "Wir arbeiten weiter mit dem Lollipop-Mann vor dem Auto", sagte Zehnder. "Das automatische System mit den Sensoren, das am Ende auf Grün schaltet, bringt eine halbe Sekunde." Doch könne es, wenn das System nicht vernünftig funktioniert, auch zu brenzligen Situationen bei den Stopps kommen.
Dies bedeutet einen mageren achten Platz bei der Dauer aller gemessen Boxenstopps der Teams für Sauber. In der Vorsaison lag Sauber in dieser Statistik noch auf einem respektablen dritten Platz. "Wir hatten in diesem Jahr schon zwei Plattfüße und mussten außerdem fünf Mal einen kaputten Frontflügel auswechseln", lieferte Zehnder weitere Erklärungen für das schlechte Abschneiden in dieser Statistik.

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