Welches Fazit ziehst Du zu Japan?
Daniel Ricciardo: Insgesamt war es in Ordnung. Im Qualifying fehlte uns noch die nötige Pace und für das Rennen sah es nicht optimal aus. Ich war überrascht, dass wir doch konkurrenzfähig waren, die Virgins waren klar unsere engsten Rivalen. Im zweiten Stint war ich vor Timo Glock - wir haben wirklich mit ihnen gekämpft. Im letzten Stint holte er mich wieder ein und fuhr einen Vorsprung heraus, doch in den letzten Runden des Rennens fuhr ich meine persönliche Bestzeit und kam wieder heran. Alles in allem war es ein ziemlich gutes Rennen, wir können nicht enttäuscht sein.

Hat Dir die Strecke in Suzuka gefallen?
Daniel Ricciardo: Ja, das ist ein sehr guter Kurs, ich habe es dort wirklich genossen. Ich denke, das ist eine dieser Strecken, die mit mehr Downforce noch besser wird. Sagen wir mal, wenn ich es schon mit dem HRT genieße, dann macht es mit dem Red Bull noch mehr Spaß.

Hast Du an Vettels Meisterparty teilgenommen?
Daniel Ricciardo: Nein, habe ich nicht. Ich habe Sebastian noch gar nicht getroffen, um ihm zu gratulieren. Aber ich habe ein paar Mechaniker gesehen, als sie am Montag nach dem Rennen auf dem Flughafen eincheckten - es sah aus, als ob sie ein bisschen gefeiert hätten… Ich habe noch nicht allzu viele Leute von Red Bull gesehen, aber ich glaube, dass sie auf die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft warten und dann ordentlich Party machen.

Was hast Du zwischen den Rennen unternommen?
Daniel Ricciardo: Wir flogen am Montag nach Seoul und blieben dort für zwei Nächte. Das war ziemlich entspannt, wir hatten ein schönes Hotel mit Gym und Swimming Pool. Ein bisschen trainieren, schwimmen und schlafen - dazu ein wenig Sightseeing, aber nichts Besonderes. Wir waren echt entspannt: Immer, wenn wir etwas unternehmen wollten, sind wir fast eingeschlafen. Das war schon in Ordnung.

Du warst noch nie auf dieser Strecke hier - wie hast Du dich vorbereitet?
Daniel Ricciardo: Ich bin heute Morgen über die Strecke gegangen und sie sieht in einigen Bereichen sehr herausfordernd aus. Ich habe mir ein paar Onboard-Aufnahmen aus dem vergangenen Jahr angesehen. Es sieht nach Spaß aus, doch es gibt auch ein paar schwierige Kurven. Ich freue mich immer, neue Strecken kennen zu lernen.

Der Kurs hat eine ähnliche Charakteristik wie Suzuka. Fühlst Du dich deshalb etwas besser vorbereitet?
Daniel Ricciardo: Ich denke schon. Wir werden hier wohl nicht allzu weit entfernt von dem beginnen, wo wir in Suzuka aufgehört haben. Es gibt hier zahlreiche Richtungswechsel, deshalb wird da richtige Setup entscheidend sein, ähnlich wie in Suzuka.

Gibt es schon Neuigkeiten zur kommenden Saison?
Daniel Ricciardo: Nein, da müssen Sie Helmut Marko fragen. Ich denke da noch nicht viel drüber nach. Würde ich das tun, würde es mir auch nicht helfen. Wahrscheinlich würde ich mir einfach Sorgen machen, deshalb denke ich von Tag zu Tag. Ich werde hier mein Bestes geben und schauen, was es bringt.

Bislang endete jedes Jahr gut für Dich…
Daniel Ricciardo: Ja, das gibt mir Selbstvertrauen - auch, wenn das nicht immer das gleiche Gefühl ist, wie es Helmut oder andere Leuten sehen. Wenn ich in den letzten Rennen gut abschneide, sollte es in Ordnung sein.