In Suzuka lief es für Vitaly Petrov nicht völlig perfekt. Vor allem die Reifen machten ihm im Vergleich zur Konkurrenz mehr zu schaffen. "Sauber und Force India schienen viel besser mit den Reifen klarzukommen. Ihre Hinterreifen hielten viel, viel länger als unsere. Sie scheinen eine sehr gute Traktion zu haben", erzählte der Russe. Mit seinen Ingenieuren analysierte er im Nachhinein das Rennen und kam zu dem Schluss, dass der weiche Reifen im zweiten Stint wohl nicht die beste Wahl gewesen ist.

Andere Herangehensweise nötig

"Vielleicht wäre der härtere Reifen besser gewesen", so Petrov. Generell müsse das Team anders an die Freien Trainings herangehen. "Darüber rede ich mit meinen Ingenieuren schon seit ich in die Formel 1 gekommen bin. Es ist besser, wenn man kleine Schritte beim Setup macht, aber sich mit jedem Schritt verbessert, anstatt große Schritte zu machen und dann wieder zurückbauen zu müssen, weil irgendetwas nicht richtig funktioniert. Wir müssen vorher nachdenken, was wir beim Auto haben wollen", betonte Petrov.

Das größte Problem bei Lotus Renault GP sei dieses Jahr, dass die Updates nicht wie erhofft funktionieren. In Suzuka fuhr lediglich Bruno Senna mit den neuen Teilen, weil das Auto von Petrov heiß lief. "Um ehrlich zu sein, wussten wir nicht, was der Grund war. Jetzt wissen wir es und deshalb fahre ich dieses Wochenende auch mit den neuen Teilen", verriet Petrov. Der neue Frontflügel kommt allerdings wieder nicht zum Einsatz.

"Er funktioniert einfach nicht richtig. Das liegt vermutlich am Design des Autos - speziell an unserem Auspuffsystem sowie am Windkanal. Wir haben dieses Jahr viele Updates gehabt, die nicht funktioniert haben. Letztes Jahr war das anders, weshalb wir auch sooft auf dem Podium standen", sagte Petrov.