Eine Szene zeigt das ganze Virgin-Dilemma auf: Am letzten Wochenende ließ Timo Glock vor der schnellen 130R einen Red Bull vorbei, war vor der letzten Schikane knapp dran am angeblasenen Heck des RB7. "Dann hat er mir alleine in der Schikane geschätzte drei Wagenlängen abgenommen", so Glock.

Dem MVR-02 fehlt es an Abtrieb. Die ersten Simulatortests und Windkanaltermine für das neue Auto stehen in den kommenden Wochen an. "Wir werden an den verbleibenden Freitagen eher auf 2012 schauen", so Glock. Schon in Korea soll am aerodynamischen und mechanischen Setupkonzept für das nächste Jahr gearbeitet werden.

Blick auf 2012

"Das kann ein Nachteil fürs Qualifying und Rennen für mich sein, aber wir haben in diesem Jahr nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren", erklärt er. "Wir müssen schauen, dass wir uns auf 2012 konzentrieren." Die Entwicklung des neuen Autos liege im Plan, alles andere sei abhängig von den ersten Daten im Windkanal.

Das letzte Update für den aktuellen Wagen ist laut Glock gut. "Vom Gefühl her ist das Update definitiv besser", bestätigt er. "Beim Fahren merke ich eindeutig, dass es besser ist - auch die Zahlen sprechen dafür. Also sind wir zufrieden. Ich glaube, wir sind etwas näher drin." In Suzuka fehlte Virgin eine Sekunde auf Lotus, sonst waren es meistens anderthalb. "Da Lotus aber auch nachgelegt hat, sind wir nicht so nah dran, wie erhofft."