Der erste Große Preis von Indien naht und Narain Karthikeyan kann das Rennwochenende kaum noch erwarten. "Es gibt momentan jede Menge Rummel, allerdings wird es wohl schwer werden, den Leuten zu erklären, warum ich am Ende des Feldes bin, denn sie verstehen die Formel 1 nicht so gut wie die Europäer", zeigt er die Schwierigkeiten in seiner Heimat auf.
Zumindest ein kleines Vorwissen haben die Inder: "Sie wissen, dass das Material in der Formel 1 entscheidend ist", so Karthikeyan. "Michael Schumacher hat eine riesige Fangemeinde in Indien. Sie wissen, dass er seit seinem Comeback kein Podium mehr eingefahren hat, weil das Auto eine wichtige Rolle spielt."
Am 18. Oktober wird der Buddh International Circuit offiziell eröffnet. Karthikeyan wird dabei sein, hat die Strecke aber schon vorher besucht. "Sie haben viele Teile von verschiedenen Strecken eingebaut", erklärt er. "Es gibt viele mittelschnelle Kurven und eine lange Gerade, die an einigen Stellen sehr breit ist. Es ist eine schöne Strecke - es geht rauf und runter, gibt einige blinde Kurven."
Der Kurs bietet auch einige Höhenunterschiede. "Die Zielgerade steigt an, fällt dann wieder ab und steigt wieder an - sie ist 1,2 km lang", verrät der HRT-Pilot, der die Arbeit der Organisatoren lobt. "Es liegt im Nirgendwo, aber in den nächsten Jahren werden drum herum viele Dinge entstehen."
Auch die Erreichbarkeit ist gut: "Das Stadtzentrum von Neu Delhi liegt nur 45 Minuten entfernt." Nur eine Warnung spricht er aus: "Ihr könnt ohne Fahrer selbst mit dem Auto zur Strecke fahren, aber nur wenn ihr mutig genug seid!"



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