Die beiden Sauber-Piloten wollten sich in den freien Trainings in Singapur anscheinend nicht trennen. Im ersten Durchgang, der durch Streckenreparaturen auf 48 Minuten verkürzt war, landeten Sergio Perez und Kamui Kobayashi auf den Plätzen 14. und 15. Im zweiten freien Training steigerten sich die beiden Sauber-Piloten dann auf die Ränge acht und neun.
Für den Rookie Perez ging es am Freitag aber vorrangig darum, die Strecke kennenzulernen. "Ich fand die Streckenbedingungen heute sehr angenehm. Der Kurs ist sehr anspruchsvoll, sowohl für uns Fahrer als auch für die Reifen. Man muss in jedem Moment hundertprozentig konzentriert sein", schilderte der Mexikaner seine Eindrücke. Vor allem Kurve zehn hätte ihre Tücken. " Die Randsteine in dieser Schikane sind hoch, und wenn man diese Ecke nicht richtig erwischt, springt das Auto viel zu stark."
Kobayashi kann fliegen
Genau diese Erfahrung machte sein Teamkollege Kobayashi am Nachmittag, als er eine spektakuläre Flugshow in dieser Kurve zeigte. Zudem touchierte er in einer Kurve die Wand, konnte aber ohne Beschädigungen weiterfahren. "Mein Auto ist in Ordnung. Es ist generell besser auf Rennstrecken, auf denen mit hohem Abtrieb gefahren wird, und das ist hier ja der Fall - im Gegensatz zu den Kursen, auf denen wir zuletzt waren", zeigte der Japaner auf, der sowohl die weiche, als auch die superweiche Reifenmischung als problemlos beschrieb.
Das Team versuchte an Kobayashis Auto - neben den normalen Abstimmungsarbeiten - auch ein anderes Motorkennfeld und neue Hitzeschilder. Durch die Verkürzung sei man mit dem Programm im ersten freien Training aber etwas hinterher gewesen. "Wir haben zwar versucht, trotzdem alles abzuarbeiten, aber das hat nicht geklappt, und darunter haben auch die Platzierungen gelitten", erklärte der leitende Sauber-Ingenieur an der Strecke, Giampaolo Dall´Ara, der mit dem Nachmittag dann zufrieden war.

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