Paul di Restas Einstand in Singapur war nicht gerade ideal. In den ersten beiden Freitags-Trainings konnte der Rookie aufgrund von Bremsproblemen nur wenige Runden drehen, während er eigentlich viel fahren wollte, um sich so gut wie möglich einzufinden. "Wenn es irgendwo wichtig war, Runden zu sammeln, dann hier. Aber in Monaco habe ich das zweite Training durch ein Getriebeproblem verloren und qualifizierte mich trotzdem vor Adrian. Das wird hier nicht einfach, aber man muss mit solchen Situationen umgehen. Die Jungs haben hart gearbeitet, um das Auto rechtzeitig fertig zu haben, also Lob an sie, dass sie das in dieser Hitze geschafft haben", sagte Di Resta.

Letztendlich gab es Trainingsrang 13 für den Schotten, da Adrian Sutil die zweite Session auf Rang sieben beenden konnte, gab es aber Grund zum Optimismus. Zudem hatte sich Di Resta auf seinen wenigen Runden gut im Auto gefühlt. "Generell ist unsere Leistung nicht so schlecht. Mit der wenigen Zeit, die ich hatte, haben wir uns stark präsentiert. Adrian zeigte die Pace des Autos, aber viel mehr kann ich nicht sagen. Ich habe keine Daten zum Reifenverschleiß und keine Ahnung von der Balance für den Start des Rennens. Ich muss morgen Früh einfach mit dem Basis-Setup loslegen", meinte er.

Dafür kennt er die Strecke mittlerweile einigermaßen. Sie sei technisch anspruchsvoll und es werde einem viel abverlangt, konnte Di Resta feststellen. "Man muss Selbstvertrauen aufbauen, da es, wie in Monaco, keinen Platz für Fehler gibt und man muss nahe an die Mauern fahren, um das Maximum aus dem Auto zu holen", erklärte er. Genauso wenig wie dem Schotten halfen auch Force India Di Restas Probleme, denn die beiden Autos des Teams fuhren in verschiedenen Konfigurationen, um Vergleichsdaten zu sammeln. Durch die geringe Fahrzeit kamen aber nicht viele Informationen zusammen.