Alonso gilt als schlechter Verlierer, Foto: Sutton
Alonso gilt als schlechter Verlierer, Foto: Sutton

Für viele gilt Fernando Alonso als der beste Fahrer im F1-Starterfeld. Der Spanier gilt als schnell und zweikampfstark. Er macht kaum Fehler, presst noch aus dem schlechtesten Material das Maximum heraus und besitzt einen ausgeprägten Renninstinkt, der nur noch von seinem Siegeshunger überboten wird. Als er zu Ferrari wechselte, hatte Alonso nur ein Ziel: er wollte der Beste aller Zeiten werden.

Zumindest wollte er mit Ferrari genauso erfolgreich sein wie Vorgänger Michael Schumacher, der in seiner "roten Zeit" immerhin fünf Titel holte. Bisher gelang es Alonso nicht einen Titel nach Maranello zu holen und auch dieses Jahr scheint der Titel außer Reichweite. Zu schwach scheint der Ferrari im Vergleich zum übermächtigen RB7. Doch Wutausbrüche sucht man beim leidenschaftlichen Spanier vergebens.

"Ich denke, es ist für einen Rennfahrer wichtiger, für Ferrari zu fahren, als einen Titel zu gewinnen", schlägt Alonso ungewohnte Töne an. Dass es ihm nichts ausmacht, das ihm Red Bull Racing und Sebastian Vettel um die Ohren fahren, scheint nur schwer vorstellbar, gilt doch Alonso als schlechter Verlierer. Allerdings hatte der Spanier in der Vergangenheit auch keinen Gegner im eigenen Team akzeptiert, doch der "neue Alonso" scheint damit keinerlei Probleme zu haben.

Selbst einen Lewis Hamilton als Teamkollegen könnte sich Alonso vorstellen - solange es nicht bei McLaren ist. "Ich habe kein Problem mit Hamilton, ich habe absolut Respekt vor ihm", erklärte Alonso. Allerdings sollte man nicht alles, was der Spanier aktuell von sich gibt, als bare Münze nehmen. Alonso mag sich durchaus bei Ferrari zu Hause fühlen, doch das allein stillt seinen Hunger nach Titeln nicht. Hinter den Kulissen wird es angesichts der aktuellen WM-Situation auch mal lautstark zugehen, denn auch Ferrari hat Alonso nicht völlig gewandelt.