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Formel 1

Vor der Pension zu Ferrari - Vettel & Ferrari: Horner bleibt gelassen

Red Bull-Teamchef Christian Horner nimmt die Ferrari-Schwärmerei von Sebastian Vettel mit Humor.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - "Ich bin glücklich bei Red Bull, aber ich träume von Ferrari", verriet Sebastian Vettel kürzlich in einem Interview. Doch Red Bull-Teamchef Christian Horner nimmt die Aussage seines Fahrers gelassen hin. "Jeder Fahrer will irgendwann in seiner Karriere für das rote Team fahren. Aber in naher Zukunft sehen wir Sebastian als Teil der Red Bull-Mannschaft. Er ist innerhalb der Red Bull-Familie aufgewachsen und wir hoffen, dass noch viele, gemeinsame Jahre vor uns liegen", erklärte Horner.

In naher Zukunft sehen wir Sebastian als Teil der Red Bull-Mannschaft.
Christian Horner

So lange Red Bull Vettel ein siegfähiges Auto hinstellt, rechnet der Brite mit einem Verbleib des amtierenden Champions. "Es liegt an uns, ihm ein gutes Auto hinzustellen und es liegt an ihm, gut zu performen. Welcher Fahrer in der Boxengasse würde im Moment nicht gern in einem Red Bull sitzen?", meinte Horner. Dabei konnte sich der Brite einen Scherz nicht verkneifen: "Kurz vor seiner Rente kann Sebastian gern zu Ferrari wechseln. Das wäre aber noch 10 Jahre entfernt oder im Fall von Michael sogar 20 Jahre."

Kein Maulkorb für die Fahrer

Horner sieht die Aussagen von Vettel als reine Träumerei an. "Die Italiener sind völlig aus dem Häuschen, wenn ein Weltmeister über Ferrari spricht. Vettel träumt vielleicht von Ferrari, aber das ist schon alles", sagte der Red Bull-Teamchef gegenüber Reuters. Red Bull ist stolz darauf, dass man die Fahrer frei reden lässt, weshalb es auch trotz der Vettel-Aussagen keinen Maulkorb für die Piloten geben wird. "Sebastian ist eine eigenständige Person und er hat seine eigene Meinung", betonte Horner.

Bei Red Bull geht man weiterhin von einer langjährigen Zukunft mit dem Deutschen aus. "Sebastian ist ein wichtiger Teil des Teams und dessen Entwicklung, aber hier geht es um mehr als um Verträge oder ein Stück Papier. Es geht um Freundschaften, Vertrauen und dass man sich in der Umgebung wohl fühlt. Alles, was Sebastian in seiner Karriere erreicht hat, hat er genau in dieser Umgebung erreicht", betonte Horner.


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