
Über Nico Hülkenbergs Arbeitsplatz bei Williams gibt es bereits seit einigen Wochen Gerüchte. So soll das Team ernsthaft darüber nachdenken, nicht mit dem Deutschen zu verlängern, obwohl es fahrerisch eigentlich zufrieden mit ihm ist. Grund sollen finanzielle Probleme sein, in denen das Team steckt, da sich einige Sponsoren - RBS, Philips und AirAsia - zurückziehen wollen. Daher könnte es laut Sun passieren, dass Hülkenberg im Winter entweder durch Adrian Sutil oder GP2-Champion Pastor Maldonado ersetzt wird.
So meinte das Blatt, Sutil böte sich mit zwei Millionen britischen Pfund (rund 2,3 Millionen Euro) an, die seine Sponsoren mitbringen. Maldonado soll sogar zehn Millionen Pfund (rund 11,5 Millionen Euro) als Mitgift in der Tasche haben und damit für Williams beinahe zu verlockend sein. Maldonado meinte zuletzt zudem, er sei sich sicher, nächstes Jahr in der Formel 1 zu sein. Offiziell betont Williams weiter, man plane ein unverändertes Fahrerduo im kommenden Jahr, wobei CEO Adam Parr in Japan nur meinte, er könnte nichts Näheres zur Fahrersituation sagen.
Hülkenberg selbst erklärte nur: "Ich will beim Team bleiben. Sie können nächstes Jahr ein gutes Auto bauen und ich fühle mich wohl. Ich mache hier meinen Job, mehr kann ich nicht tun." Was die finanziellen Probleme von Williams betrifft, so versuchte Teilhaber Toto Wolff, diese Gerüchte zu entkräften. "Wenn man sich die letzten zwölf Monate ansieht, dann war 2009 für uns ein gutes und sehr profitables Jahr", erklärte er laut Motorline.cc. Wolff, der aktuell mit zehn Prozent am Team beteiligt ist, hätte eine Option, den Anteil auf 49 Prozent auszuweiten. Ob er die Option auch zieht, wollte er allerdings erst später in Betracht ziehen.
Wahrheitsgehalt - Motorsport-Magazin.com meint: Williams war in den vergangenen Wochen sehr ruhig, was die Weiterbeschäftigung Nico Hülkenbergs betrifft. Dass irgendwas im Busch ist, scheint offensichtlich und wenn ein Fahrer wie Maldonado mit den Millionen winkt, kann ein unabhängiges Team wie Williams schon schwach werden. Was die Variante Adrian Sutil betrifft, so gibt es durchaus Kontakt zu Williams und sein Management scheint die Fühler ausgestreckt zu haben, weil man bei Force India Sorgen um die Zukunft hat. Angeblich soll er sogar vier Millionen Euro im Gepäck haben, die ihm Sponsor Medion zur Verfügung stellt. Sollte es Williams aber wirklich nur ums Geld gehen, dann ist die Rechnung einfach: 11,5 Millionen Euro sind mehr als vier Millionen Euro. Geht es nicht nur ums Geld, wäre Williams allerdings dumm, die bisherige Investition in Hülkenberg einfach so aufzugeben, schließlich ist der Deutsche bereits seit längerer Zeit eng mit der Mannschaft verbunden, nicht erst seit 2010.

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