50:50 sah Fernando Alonso seine Chancen auf die Weltmeisterschaft vor dem Wochenende in Belgien. Von einem Endspurt von sieben Rennen sprach er. Nun ist das erste Rennen davon vorbei und das ist für den Spanier nicht unbedingt gut gelaufen. Nach seinem Ausfall blieb er punktetechnisch stehen, während Lewis Hamilton und Mark Webber mit Platz eins und zwei ordentlich punkteten. 41 Zähler liegt Alonso in der WM nun zurück, seine Titelchancen hat er aber noch lange nicht aufgegeben.

"Ich habe vor dem Grand Prix gesagt, es sind noch sieben Rennen - jetzt sind es sechs - und wer auch immer in den letzten sieben Rennen am besten ist, wird Champion. Im ersten der sieben Rennen waren wir nicht gut genug und müssen besser sein. Wir waren im ersten der sieben Rennen nicht vorne, also müssen wir in den verbleibenden sechs den Boden gutmachen, den wir hier verloren haben", betonte der Ferrari-Pilot. Sein Ausfall war ein einfacher Unfall gewesen, wie er bei Nässe passieren kann. "Ich habe den Kerb getroffen, das Heck verloren und schlug ein."

Barrichello nicht böse

Und auch Rubens Barrichello wollte Alonso nicht böse sein, nachdem der Brasilianer ihn gleich zu Beginn ins Auto gefahren war. "Ich habe die Schikane angebremst und hörte dann hinten den Einschlag. Die Bedingungen waren nass und schwierig. Ich denke, für Rubens war es überraschend, dass es so rutschig war, er hat die Reifen blockiert und leider war ich zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Alonso. Im WM-Kampf hat sich durch Spa für den Spanier aber nichts verändert. Er sah nach wie vor die gleichen fünf Anwärter auf den Titel. "Drei davon haben hier nicht gepunktet, zwei haben gepunktet. Das nächste Rennen könnte genau das Gegenteil bringen und wir könnten alle wieder in der Position sein, in der wir gestern Nachmittag waren, als wir nahe beisammen lagen."

Daher konnte er nur noch einmal betonen, dass es nun ein Sprint über sieben Rennen sei und das erste eben ein schlechtes Ergebnis für ihn gebracht habe. Daher müsse er in den verbleibenden sechs nun eben besser sein. Wer die Sache am Ende für sich entscheidet, war für ihn recht einfach abzuschätzen. "Es wird darum gehen, wer schneller ist. Hier war McLaren sehr schnell. Das hat sich schon in Q2 gezeigt, wo sie eine Sekunde vorne waren. Im Rennen gab es nicht die schwierigen Bedingungen, wie sie erwartet wurden. 90 Prozent des Rennens waren trocken, mit ihrem Potential haben sie das Rennen gewonnen und der Sieg war verdient, weil sie hier am Wochenende die Stärksten waren. Und wie wir wissen, war Red Bull im vorigen Rennen noch eine Sekunde schneller als der Rest", sagte Alonso.

Keine Sorge wegen Korea

Angst dass Ferrari eine weitere Chance zum Aufholen entgehen könnte, wenn Korea ausfällt, hat der Spanier nicht. "Wir erwarten, in Korea zu fahren. Wir haben bislang nichts Anderes gehört." Das betonte auch Architekt Hermann Tilke, der am Sonntag erklärte, dass die Strecke rechtzeitig fertig sein wird. Ein paar Verzögerungen wie in Korea gebe es immer.