Sebastian Vettel hatte in Belgien nicht unbedingt das glücklichste Rennen und seine Kollision mit Jenson Button wurde ihm mehrheitlich als sein Fehler ausgelegt. Red Bull Motorsportchef Helmut Marko wollte mit seinem Fahrer nicht so hart ins Gericht gehen. "Er ist hinter Button gewesen und hat kein unvernünftiges Manöver gemacht. Durch das frühe Bremsmanöver war er überrascht. Wenn einer plötzlich früher bremst und es dann schon rutschig ist - Button hatte zudem noch ein Problem mit dem Frontflügel, vielleicht hat sich das verschlechtert -, dann kann man das nicht dem Vettel anlasten", betonte der Grazer.
Dennoch wollen einige Vettel schon den Titel Pannenteufel anhängen. Das konnte Marko überhaupt nicht nachvollziehen. "Das ist leider an den Haaren herbeigezogen. Man sollte einmal schauen, was er für Leistungen gebracht hat, wie er psychologisch-technische Fehler, die uns leider passiert sind, weggesteckt hat. Wir sind da voll OK und haben keinerlei Problem", betonte Marko.
Webber tadellos
Noch weniger ein Problem hatte er mit Mark Webber, der in Belgien zwar die WM-Führung an Lewis Hamilton verlor, aber nach Problemen am Start mit Rennposition zwei noch viel herausholen konnte. "Er ist ein tadelloses Rennen gefahren und hat zum Schluss nichts mehr riskiert. Beim Start hat sich leider das Anti-Stall eingeschaltet, sonst hätte es vielleicht anders aussehen können."
Mit Monza geht es in zwei Wochen an eine Strecke, wo Red Bull aufgrund der langen Geraden und nicht besonders großen Anzahl an fordernden Kurven nicht unbedingt zu den Favoriten gehört. Ein Blick voraus brachte Marko vor allem in punkto Motorengleichheit wieder ein wenig in Rage. "Das hat man heute gesehen, wie das mit dem Mercedes-Motor ist. Wir überholen Liuzzi und kaum kommt die Gerade, geht er an uns vorbei, als würden wir stehen. Oder wir waren in den Kurven direkt hinter dem McLaren und kaum ging es geradeaus, haben sie zwei, drei Wagenlängen herausgefahren. So viel zur Motorengleichheit."

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