Startplatz 13 und ein womöglich chaotisches Rennen versprachen gute Chancen für Heikki Kovalainen in Spa. Doch der Finne musste schon beim Start Federn lassen und konnte die gute Ausgangsposition deswegen nicht nutzen. "Ich hatte ein Problem beim Start, da die Motor-Drehzahl in den Keller ging und ich das Anti-Stall aktivierte. Als ich endlich Geschwindigkeit aufnahm, wurde ich bereits überholt", erzählte der Finne, der am Ende 16. wurde. Als er dann im leichten Regen zu Beginn auch noch seine Nase beschädigte, musste Kovalainen gleich an die Box und entschied sich dazu, auf Intermediates zu wechseln.
Dieses Risiko zahlte sich allerdings nicht aus, da der Regen wieder aufhörte und dadurch verlor er weiter an Boden. "Danach ging es nur darum, den bestmöglichen Job zu machen und noch eine Chance offen zu halten, vom Regen gegen Rennende zu profitieren. Schließlich konnten wir so noch ein paar Plätze gutmachen", berichtete Kovalainen.
Trulli in der Mitte gut
Gerade gegen Ende verlor Jarno Trulli einige Plätze, weil er sich noch drehte. Und auch beim Start gingen dem Italiener Positionen verloren, weil er Kovalainen ausweichen musste. "In der Anfangsphase hatte ich dann ein paar Probleme, da meine Hinterreifen überhitzten - zum Glück kamen sie aber wieder, also konnte ich zu pushen beginnen und von den Jungs hinter mir wegziehen", sagte Trulli. Er fuhr auch einen ordentlichen Vorsprung heraus, als aber der Regen und das Safety Car kamen, war es damit wieder vorbei. Beim Restart kam er aufgrund der schlechten Sicht dann auf eine weiße Linie, rutschte weg und verlor einige Positionen, weil das Feld dicht aufgefädelt hintereinander fuhr. "Ich machte weiter, aber das Rennen war für mich vorbei. Ich freue mich aber, dass beide Autos ins Ziel kamen und wir immer noch einen Vorsprung auf die direkten Konkurrenten haben."
Von Technikchef Mike Gascoyne gab es trotz der Probleme, die beide Piloten so erlebt hatten, Lob für die gute Arbeit. So hatte Kovalainen trotz des schlechten Starts und des unnötigen Stopps zu Beginn ein gutes Rennen gezeigt und war Bester unter den Neulings-Teams gewesen. "Jarno fuhr auch ein starkes Rennen. Er hatte zuerst Probleme mit den Reifen, aber im Mittelteil des Rennes war seine Pace sehr stark und es ist schade, dass er bei den schwierigen Regenbedingungen einen Dreher hatte. Es wäre schön gewesen, beide Autos vor den anderen Neulingen zu haben", meinte Gascoyne.

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