Eigentlich ist Spa-Francorchamps an diesem Wochenende Sutil-Land. Der Force India war im letzten Jahr das schnellste Auto auf dieser Strecke und dann regnete es auch noch - also Sutils erklärte Lieblingswitterung. Das spiegelte sich am Freitag in guten Trainingszeiten wider. "Aber das war nur der Freitag, da weiß man nie, wie viel Sprit die anderen drin haben", betont Sutil, der mit seinem achten Startplatz durchaus zufrieden ist.

"Ich hätte besser sein können, aber es war eine gute Runde", sagt er. Der F-Kanal und der angeblasene Diffusor funktionierten gut, obwohl das Team noch mehr herausholen könne. "Das Ziel sind Punkte im Rennen, das Podium ist etwas zu weit weg und es stehen zu viele starke Teams vor uns."

2009 eine Ausnahme

Die Siegchancen von 2009 waren eine einmalige Sache. "In diesem Jahr sind wir sehr konstant, meistens um Platz 8 herum", sagt Sutil. Wenn es schlecht laufe, stehe man vielleicht auf den Plätzen 12 oder 13, aber am Ende lande man dennoch in den Punkterängen. "Das letzte Jahr war extrem. Unser Auto ist noch immer sehr effizient hier, aber die anderen haben aufgeschlossen. Letztes Jahr war eine Ausnahme."

In diesem Jahr sorgt die Regenreifenlage für eine gewisse Ausnahmesituation. Durch die zwei verregneten Trainingstage könnten den Teams im Rennen die Reifen ausgehen. "Ich habe keine Bedenken", sagt Sutil, der davon ausgeht, dass Force India in einer ähnlichen Position ist wie die anderen Teams. "Wenn, dann werden die Intermediates knapp, weil sie nicht so lange halten."

Das hängt aber auch davon ab, wie die Verhältnisse im Rennen sein werden. Wenn es oft regnet, abtrocknet und wieder von vorne beginnt, könnten die Intermediates schnell abgefahren sein. "Dann halten sie nur sehr kurz. Das könnte Probleme mit sich bringen, wenn man keine Sätze mehr hat. Ich erwarte auf jeden Fall mehrere Stopps im Regen."