"In den ersten drei Trainings sah es sehr gut aus für uns, sodass wir für das Qualifying durchaus optimistisch sein konnten. Doch dann rutschten beide Piloten auf Slicks bereits auf ihrer Einführungsrunde von der Piste. Schade", erklärte Peter Sauber. In der Wetter-Lotterie beim Qualifying zum Grossen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps kam keiner der beiden Sauber-Fahrer über Q1 hinaus. Kamui Kobayashi qualifizierte sich als 19., nachdem er auf Slicks in ein Kiesbett gerutscht war.

"Es ist ein Jammer. Zu Beginn von Q1, als die Strecke noch trocken war, war das Auto gut. Aber nach der Unterbrechung durch die rote Flagge hat es nicht mehr für eine gezeitete Runde gereicht, ehe der Regen einsetzte. Als der Regen wieder aufgehört hatte, sind wir zunächst mit Intermediates hinausgefahren, und dann haben wir den Fehler gemacht, auf Slicks zu wechseln", erzählte Kobayashi. Um auf der sicheren Seite zu sein, hätte man bei Intermediates bleiben sollen.

Zu optimistisch

"Die ersten Kurven funktionierten gut mit den weichen Option-Reifen, aber vor der Haarnadel, Kurve acht, war die Strecke viel nasser als ich gedacht hatte, und so bin ich in den Kies gerutscht. Dort kam ich zwar wieder raus, und das Auto war auch nicht kaputt, aber das Qualifying war gelaufen", sagte der Japaner. Teamkollege Pedro de la Rosa landete, ebenfalls auf Trockenreifen, in den Leitplanken - und damit auf Position 22. Die Enttäuschung war bei de la Rosa groß.

"Das Auto war wirklich gut, und ich denke, wir hätten aus eigener Kraft um einen Platz in Q3 kämpfen können. Wir haben die falsche Reifenwahl getroffen, es war definitiv zu optimistisch, auf Slicks zu wechseln, und ich habe einen Fehler gemacht. Vor Kurve 14 habe ich die Kontrolle über das Heck verloren und bin in die Leitplanken geflogen. Ich habe die Streckenbedingungen überschätzt. Das Ergebnis ist furchtbar", so der Spanier.