DTM

Norisring: Horror-Unfall im Sonntagsrennen

Ein heftiger Unfall beim Sonntagsrennen der DTM auf dem Norisring sorgt für einen zwischenzeitlichen Abbruch. Mike Rockenfeller nach Crash ins Krankenhaus.
von Robert Seiwert
Norisring-Unfall: Paffett rutscht in Rockenfeller: (00:59 Min.)

Horror-Unfall beim Sonntagsrennen der DTM auf dem Norisring! In der 34. Runde kollidierte Gary Paffett mit Jamie Green auf dem Weg in die erste Kurve. Der Mercedes-Pilot verlor die Kontrolle über seinen Rennwagen und schlug erst mit der Front, dann mit dem Heck links in der Mauer ein. Paffett war nur noch Passagier, während sich sein Mercedes mehrfach drehte und unkontrolliert in den Verkehr trudelte.

Kurz vor dem Scheitelpunkt der ersten Kurve kam es zu einer Berührung mit Mike Rockenfeller. Der Audi-Fahrer hatte keine Chance, dem Briten auszuweichen - beide Autos crashten ineinander. Die Rennleitung brach das Rennen daraufhin zwischenzeitlich ab. Paffett und Rockenfeller konnten zwar aus eigener Kraft aus ihren zerstörten Autos aussteigen, Rockenfeller humpelte allerdings deutlich sichtbar.

Noch an der Strecke wurde er vom ärztlichen Personal durchgecheckt und anschließend zu vorsorglichen Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, wie Audi mitteilte. "Er hat sich direkt vom Funk abgekoppelt, um aus dem Auto auszusteigen", sagte Audi-Rennleiter Dieter Gass. "Deshalb konnten wir nicht hören, ob er etwas gesagt hat. Er ist gehumpelt, wahrscheinlich was am linken Fuß."

Unglaubliche Bilder vom Crash zwischen Rockenfeller und Paffett - Foto: Motorsportpics.de

Rockenfeller bricht sich Fuß

Rockenfeller wurde im Krankenhaus geröntgt, dabei ergab sich folgende Diagnose, wie Audi mitteilte: Rockenfeller erlitt eine kleine Fraktur des fünften Mittelfußknochen am linken Fuß. Das nächste DTM-Rennwochenende steigt ab 19. Juli in Moskau. Ob Rockenfeller bis dahin wieder genesen ist, war zunächst nicht klar.

"Wie schlimm das ist, ob er irgendwo Pause machen muss, können wir jetzt noch nicht sagen", erklärte Audi-Rennleiter Dieter Gass zu Motorsport-Magazin.com.

Bei Paffett gab Mercedes frühzeitig grünes Licht, er wurde im Medical Center an der Strecke gecheckt. "Das war ein Abflug mit allerhöchster Geschwindigkeit", sagte Mercedes-Sportchef Uli Fritz. "Gary klagt über leichte Schmerzen, aber es geht ihm verhältnismäßig gut." Paffett zog sich beim Unfall Prellungen am Schlüsselbein und an den Rippen zu.

Paffett: Es tut mir leid für Rocky

Paffett wurde in der Mercedes-Pressemitteilung wie folgt zitiert: "Das war ein schlimmer Unfall, aber mir geht es gut. Es tut mir leid, dass auch noch Rocky getroffen und dabei verletzt wurde. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund wird. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten medizinischen Team - sowohl an der Rennstrecke als auch im Krankenhaus. Die Betreuung durch sie war erstklassig."

Der Unfall führte zu größeren Schäden an den Leitplanken, die erst einmal behoben werden mussten. Nach einer rund 35-minütigen Unterbrechung wurde das Rennen mit einer Restfahrzeit von 25:04 Minuten erneut aufgenommen. Der Re-Start erfolgte in einer Reihe in der Reihenfolge zum Zeitpunkt des Rennabbruchs - und damit kein Indianapolis-Style Re-Start.

Rockenfeller bricht sich den Mittelfuß in Folge des Unfalls - Foto: Motorsportpics.de

Wahnsinns-Finish beim Podestkampf

Das restliche Rennen entwickelte sich hinter Sieger Maxime Martin und Lucas Auer zu einem Tausendstel-Krimi um den dritten Podestplatz. Edoardo Mortara, Marco Wittmann und Mattias Ekström fuhren fast nebeneinander über die Ziellinie. Mortara war schließlich einen Hauch vorn und sicherte sich seinen ersten Podestplatz nach dem Wechsel zu Mercedes. Ekström wurde Vierter, Wittmann Fünfter. Die drei Fahrer trennten beim Zieleinlauf nur 27 Tausendstelsekunden.

"Ich bin happy, dass Gary und wohl auch Rocky nichts Schlimmes passiert ist", sagte Mercedes-Chef Fritz nach Rennende. "Das ist das Wichtigste. Und danach haben wir ein Wahnsinns-Rennen gesehen."

Dieser Artikel wird laufend mit neuen Informationen vom Norisring aktualisiert


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