Antonio Giovinazzi lässt Ferrari beim WEC-Qualifying in Imola in allerletzter Sekunde jubeln! Der amtierende Weltmeister stürmte mit seiner letzten schnellen Runde zur Pole Position und bescherte den Roten damit einen perfekten Einstand in die Saison 2026. Doch es war deutlich knapper, als man es nach den starken Ferrari-Leistungen in den Freien Trainings vermutet hatte.

Beinahe hätte Toyota-Fahrer Ryo Hirakawa die Italiener bei ihrem Heimspiel geschlagen: Der Japaner schnappte sich beim Fallen der Zielflagge kurzzeitig den ersten Platz in der Zeitenliste mit einer 1:30.138. Doch Giovinazzi mit dem #51 499P (Giovinazzi/Pier Guidi/Calado) schlug erfolgreich zurück und verwies den Toyota-Piloten mit 0,011 Sekunden Abstand auf Startplatz zwei.

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WEC-Qualifying: Toyota verhindert Ferrari-Doppelpole

Dank Toyota gab es immerhin keine Doppel-Pole der Hausherren: Hirakawa gelang es, sich zwischen Pole-Setter Giovinazzi und den Drittplatzierten Antonio Fuoco im #50 Ferrari zu drängeln. Der pfeilschnelle Italiener, der zuvor das Q1 für sich entschieden hatte, lief mit nur 0,040 Sekunden Rückstand ein.

Für eine Überraschung im ultra-eng geführten Qualifying sorgte Malthe Jakobsen: Der Peugeot-Youngster eroberte den vierten Startplatz und lag nur 0,073 Sekunden hinter der Pole-Zeit. Die Top-4 innerhalb von einer Zehntelsekunde! Das zeigt auch, welchen Stellenwert die Startposition in Imola genießt: Überholmanöver gelten auf dem engen Traditionskurs als seltenes Kunststück.

Kein Favorit?! Nur ein Ferrari enttäuscht in Imola...

Dass Ferrari das 6-Stunden-Rennen am Sonntag (ab 13:00 Uhr) von der Pole Position aufnehmen würde, dürfte niemanden überrascht haben. Die Italiener hatten den Test am Dienstag und zwei von drei Freien Trainings angeführt - und wurden dennoch nicht müde, die Favoritenrolle von sich zu weisen...

Enttäuschend war nur das Ergebnis des gelben AF-Corse-Ferrari, den Robert Kubica nicht über den achten Platz hinausbrachte. Im Q1 hatte der Pole das Le-Mans-Siegerauto noch auf den zweiten Platz gestellt.

Davor auf den Startplätzen fünf bis sieben: der #12 Cadillac mit Norman Nato, Nyck de Vries im #7 Toyota und Charles Milesi, der seinen Alpine zu P7 führte. Hinter Ferrari-Fahrer Ye landeten die beiden BMW M Hybrid V8 auf den Positionen neun (Robin Frijns) und zehn (Kevin Magnussen).

Beide Aston Martin Valkyrie (P12 und P14) sowie die zwei GMR-001 von WEC-Debütant Genesis Magma Racing hatten den Sprung in die Hyperpole-Session verpasst. Mathieu Jaminet fehlten im #19 Genesis 'nur' 1,1 Sekunden zur Spitze, während Teamkollege Andre Lotterer im Schwesterauto mit 2,1 Sekunden deutlich hinterherfuhr. Ein Verbremser des dreifachen Le-Mans-Siegers und WEC-Weltmeisters von 2024 half sicherlich nicht bei der Zeitenjagd.

LMGT3-Qualifying: Garage59-McLaren bei WEC-Debüt auf Pole

Das Team Garage59 hätte sich kein besseres Debüt in der WEC wünschen können: Thomas Fleming führte den #10 McLaren 720 S GT3 des britischen Rennstalls zur Pole Position. Briten gelang in der Hyperpole-Session eine starke Runde in 1:41.181 Minuten, die ihm den ersten Startplatz einbrachte. Jubel auch bei Teamkollege Marvin Kirchchöfer, der ebenfalls neu in die WEC eingestiegen ist. Garage59 hatte über den Winter von United Autosports übernommen, die sich aktuell auf das nächstjährige Hypercar-Debüt von McLaren fokussieren.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten die beiden Lexus RC-F GT3 von Akktodis mit zwei Zehntelsekunden Rückstand: Hadrien David im #78 Lexus vor dem Schwesterauto mit dem Österreicher Clemens Schmid am Steuer. Der frühere DTM-Pilot konnte sich nach einem zwischenzeitlichen Ausflug ins Kiesbett noch einmal berappeln und konstant um die ersten Startreihen mitmischen.

WRT sicherte sich die Startplätze vier und fünf mit seinen beiden BMW M4 GT3 Evo: Parker Thompson vor Sean Gelael. Mit dem #91 Porsche 911 GT3 Evo schaffte nur eines der beiden Manthey-Fahrzeuge den Sprung in die Hyperpole-Session der zehn schnellsten Autos: P8 für Timur Boguslavskiy, der sich den #91 Neunelfer unter anderem mit dem amtierenden DTM-Champion Ayhancan Güven teilt. Ein später Abflug von Salih Yoluc in der TF-Sport-Corvette ließ keine weiteren Zeitenverbesserungen zu. Das Schwesterauto landete auf P11.

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