Jetzt herrscht Gewissheit: Valentino Rossi wird 2026 nicht mit BMW in die Langstrecken-WM zurückkehren. Der italienische Motorrad-Superstar zählt nach zwei Jahren nicht mehr zum Aufgebot des Münchner Autobauers in der LMGT3-Klasse der WEC. Rossis Abschied hatte sich vor Kurzem mit der Veröffentlichung der vorläufigen Starterliste angedeutet, nachdem 'sein' BMW M4 GT3 Evo mit der ikonischen Startnummer #46 nicht mehr auftauchte.
Rossis Vertrag mit BMW M Motorsport läuft zum Saisonende aus. Sollte sich der 46-Jährige für einen Verbleib entscheiden, dürfte seine sportliche Zukunft vor allem in der GT World Challenge liegen, die er in der Vergangenheit bereits bestritten hat. "Ich habe den Vertrag noch nicht unterschrieben", sagte Rossi beim WEC-Saisonfinale in Bahrain exklusiv zu Motorsport-Magazin.com. "Ich denke aber, dass ich bleibe. Wir wissen noch nicht, in welchen Serien wir antreten werden."
Mit Rossi verliert die WEC ein weiteres ihrer Aushängeschilder. Zuvor hatten sich bereits Mick Schumacher (in IndyCars), der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button (Profi-Karriereende) und Porsche als Hersteller verabschiedet. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf Le-Mans-Sieger Robert Kubica, dessen Verbleib beim Ferrari-Kundenteam AF Corse noch nicht bestätigt ist.
Van der Linde: Nat nur Abendessen mit Rossi hat Spaß gemacht
Anstelle der #46 schickt das BMW-Team WRT nächstes Jahr einen M4 GT3 Evo mit der auch im Motorsport beliebten Nummer #69 ins Rennen. Neu dabei ist der britische Werksfahrer Dan Harper, der die Rolle des Profis auf dem Auto einnehmen wird. Der frühere BMW-Junior folgt auf Kelvin van der Linde, der dieses Jahr an Rossis Seite fuhr. Abseits von einer Pole Position und zwei Podestplätzen fehlten die großen Highlights. WEC-Debütant Harper wechselt sich am Steuer mit dem kanadischen Silber-Fahrer Parker Thompson sowie Anthony McIntosh (Bronze) aus den USA ab.
BMW blickt auf eine schwierige Saison in der LMGT3-Kategorie der WEC zurück, wie van der Linde uns mit deutlichen Worten bestätigte: "Das Einzige, was wirklich Spaß gemacht hat, waren die Abendessen mit Valentino (Rossi) und meinen Teamkollegen. Auf der Strecke war es leider sehr bescheiden. Man hat ja gesehen, dass ich teilweise selbst gegen Bronze-Fahrer wie um mein Leben fahren musste. Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser."
Wie es für van der Linde, der in seinem Debütjahr bei BMW die Gesamt- und Sprint-Meisterschaft in der GT World Challenge sowie den Titel in der Intercontinental GT Challenge, die 12 Stunden von Bathurst sowie das 24h-Rennen Nürburgring gewann, weitergeht, ist offiziell noch nicht bekannt. Der Deutsch-Südafrikaner gilt als heißer Anwärter auf die Nachfolge von Rene Rast beim DTM-Team Schubert Motorsport an der Seite von Marco Wittmann.

So startet BMW 2026 in der WEC und IMSA
Im zweiten BMW für die WEC-Saison 2026 kommt es ebenfalls zu Änderungen. Der langjährige Werksfahrer Augusto Farfus bleibt zwar an Bord, teilt sich den #32 M4 aber mit Sean Gelael (Silber) und Darren Leung (Bronze) - so wie schon in der Saison 2024. Die beiden letztgenannten Fahrer kehren nach einem Jahr beim McLaren-Kundenteam United Autosports zurück, das in der WEC durch Garage 59 ersetzt wird. Gelael und Leung folgen bei BMW auf Yasser Shahin und Timur Boguslavskiy.
BMW hat sein GT3-Aufgebot nicht nur für die WEC 2026, sondern auch für das Engagement in der IMSA-Meisterschaft bekanntgegeben. Auf dem in der GTD-Pro-Klasse genannten Paul-Miller-BMW M4 GT3 Evo wechseln sich die Lokalmatadore Connor De Phillippi und Neil Verhagen bei allen Rennen am Steuer ab. Bei den Endurance-Rennen stößt Werksfahrer Max Hesse dazu und beim 24-Stunden-Rennen in Daytona obendrein Dan Harper. Den zweiten BMW in der GTD-Klasse fahren Robby Foley und Patrick Gallagher mit Unterstützung von Francis Selldorff (Endurance-Rennen) und Jens Klingmann (24h Daytona).
BMW hatte zuvor bereits die Lineups in den Hypercars für die WEC und IMSA 2026 enthüllt. Welche Fahrer in den Topklassen der beiden Serien an den Start gehen werden, erfahrt ihr in diesem Artikel:



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