Es läuft aktuell einfach nicht bei Marc Marquez! Bereits vor zwei Wochen im Spanien-GP auf unerklärliche Art und Weise gestürzt, schreibt der MotoGP-Superstar am Freitag in Le Mans das nächste unschöne Kapitel seiner persönlich sehr durchwachsenen Saison 2026. Im Training reicht es nur zu Platz 13, weshalb am Samstag erstmals in diesem Jahr der Gang durch Q1 ansteht.
Von Gelben Flaggen ausgebremst? Marc Marquez: Darf keine Rolle spielen!
Zur Wahrheit gehört an dieser Stelle natürlich auch erstmal, dass Marquez seine letzte fliegende Runde im Training aufgrund eines Sturzes von Teamkollege Francesco Bagnaia und den daraus resultierenden Gelben Flaggen im zweiten Sektor abbrechen musste. Das kostete ihn eine letzte Chance, sich mit einer schnellen Runde doch noch in die Top-10 zu fahren. Doch dieses Pech ließ der 33-Jährige aus Cervera am Freitagabend nicht als Ausrede gelten. "Wenn du den Speed hast, spielen Gelbe Flaggen keine Rolle. Dann fährst du früher oder später deine schnelle Runde", haderte er.
Genau das gelang Marquez am Freitag aber viel zu selten. Er fand sich sowohl im FP1 als auch im Training kaum im vordersten Drittel des Klassements wieder. Die Aufbruchsstimmung nach dem Jerez-Test, in dem der Spanier glaubte, wichtige Fortschritte mit seiner Desmosedici gemacht zu haben, scheint schon wieder verflogen. Marquez räumt ein: "Ducati wurde heute Zweiter [Di Giannantonio], Dritter [Bagnaia] und Vierter [Alex Marquez]. Das Motorrad funktioniert also. Ich bin es, der weiter arbeiten muss, um Selbstvertrauen aufzubauen. Momentan haben wir nicht den nötigen Speed. Wir sind nicht in der Lage, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen."
Ähnliche Worte hatte er bereits am Donnerstag gewählt und schon damals unterstrichen, dass nicht das Motorrad das Problem sei, sondern er selbst. Vor Trainingsbeginn in Le Mans gab es beim 33-Jährigen jedoch noch die Hoffnung, dass mit den Erkenntnissen aus dem Jerez-Test endlich Besserung einkehren würde. Doch das bewahrheitete sich am Freitag nicht - zumindest bei Marquez.

Marc Marquez stagniert auch mit MotoGP-Updates aus Jerez-Test
Auf der anderen Seite der Ducati-Box war am Freitag nämlich sehr wohl ein Aufwärtstrend zu erkennen. Francesco Bagnaia fuhr die drittschnellste Zeit des Tages - und zwar mit exakt jenem Paket, mit dem auch Marquez am Freitag unterwegs war. Das bestätigte Teammanager Davide Tardozzi während des Trainings im offiziellen Livestream der MotoGP: "Beide Fahrer haben das gleiche Motorrad." Es lässt sich nicht nur mit dem 2026er-Konzept, auf das Alex Marquez und Di Giannantonio derzeit setzen, schnell fahren, sondern auch mit der neuen Verkleidung aus dem Jerez-Test, die rein optisch an 2025 erinnert, laut Tardozzi aber nicht identisch zum Vorjahresmodell sein soll.
Für Marquez ist deshalb klar, dass er die Schuld für seinen ersten Q1-Besuch seit Mandalika 2025 nur bei sich selbst suchen kann. Er zeigt sich kämpferisch: "Ich arbeite daran, alle Aspekte in den Griff zu bekommen, denn das Motorrad läuft gut. Es ist nicht so, dass die Anderen schneller sind. Ich bin einfach langsamer. Abgesehen vom ersten Rennen des Jahres war ich zu keinem Zeitpunkt der schnellste Ducati-Pilot. Ich weiß aber, woran ich arbeiten muss. Deshalb bleibe ich gelassen."
Was glaubt ihr: Gelingt Marc Marquez am Samstag die Trendwende oder droht ihm so langsam eine Formkrise? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!



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