Johann Zarco lässt die französischen MotoGP-Fans in Le Mans einmal mehr jubeln. Er schnappt sich die Trainingsbestzeit am Freitag. Keinen Grund zur Freude hat hingegen Marc Marquez: Der Weltmeister wird nur 13. und verpasst den direkten Einzug in Q2.

Das Ergebnis: Zarco ist in 1:29.907 Minuten um eine Hundertstelsekunde schneller als Fabio Di Giannantonio. Francesco Bagnaia wird Dritter vor Alex Marquez. Joan Mir holt den starken fünften Rang. Dahinter landet das Aprilia-Werksduo mit Jorge Martin und Marco Bezzecchi. Alex Rins, Ai Ogura und Pedro Acosta schnappen sich die letzten Ränge für den direkten Einzug in Q2.

Marc Marquez muss als 13. bereits in Q1 ran und trifft dort unter anderem auf Enea Bastianini (11.), Raul Fernandez (14.), Fabio Quartararo (17.) oder Fermin Aldeguer (21.). Jonas Folger startet als 22. ebenfalls in Q1.

Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Jorge Martin sorgte schon nach fünf Minuten im Training für den ersten Sturz des MotoGP-Wochenendes. Er verlor in der Chemin-aux-Boeufs-Schikane von Kurve neun und zehn die Kontrolle über seine Aprilia, konnte die Session aber direkt fortsetzen.

Fermin Aldeguer stürzte in Kurve drei. Er versuchte alles, um seine Ducati am Laufen zu halten, musste sie aber schließlich an der Unfallstelle abstellen.

Raul Fernandez rollte kurz nach Halbzeit des Trainings mit einem technischen Defekt aus. Flammen kamen aus der Verkleidung der Aprilia, die von den Marshals gelöscht werden mussten.

Pedro Acosta stürzte gut elf Minuten vor Ende der Session auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit in der vorletzten Kurve. Er musste zu seinem Ersatzmotorrad in der Box zurückeilen.

Francesco Bagnaia crashte in seiner finalen Time-Attack.

Das Wetter: Wie schon im FP1 am Vormittag präsentierte sich Le Mans auch im MotoGP-Training am Nachmittag von seiner schönsten Seite. Bei nur leichter Bewölkung wurden 21 Grad Außentemperatur und 34 Grad auf dem Asphalt gemessen.