Alex Marquez ist erneut der MotoGP-König von Jerez! Wie schon im Vorjahr gewinnt er den Spanien-Grand-Prix. Und wie schon im Vorjahr kommt Bruder Marc Marquez früh zu Sturz. Das Podium hinter Alex Marquez komplettieren Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio. Jorge Martin wird Vierter, Pedro Acosta nur Zehnter.
In der MotoGP-Fahrerwertung baut Bezzecchi damit seine Führung gegenüber Martin auf elf Punkte aus. Di Giannantonio ist mit 30 Zählern Rückstand Dritter. Acosta fehlen 35 Punkte, Marc Marquez schon 44.
MotoGP Jerez: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. M. Marquez, 2. Zarco, 3. Di Giannantonio, 4. Bezzecchi, 5. A. Marquez, 6. Acosta, 7. Bastianini, 8. R. Fernandez, 9. Bagnaia, 10. Martin, 11. Ogura, 12. Aldeguer, 13. Binder, 14. Mir, 15. Marini, 16. A. Fernandez, 17. Quartararo, 18. Morbidelli, 19. Razgatlioglu, 20. Savadori, 21. Rins, 22. Miller, 23. Moreira
Start: Marc Marquez kommt gut weg und verteidigt seine Pole Position. Marco Bezzecchi kommt von Startplatz vier auf zwei nach vorne. Dahinter reihen sich Alex Marquez, Johann Zarco, Jorge Martin, Fabio Di Giannantonio und Pedro Acosta ein.
Runde 1/25: Zarco verliert zwei Positionen an Martin und Di Giannantonio.
Alex Marquez drückt sich im Stadionbereich an Bezzecchi vorbei auf Rang zwei.
Runde 2/25: Marc Marquez ist gestürzt! In Kurve sechs hatte ihm Bruder Alex die Führung abgeluchst, in Turn 11 fliegt der ältere der Marquez-Brüder heftig ab. Er scheint körperlich in Ordnung zu sein, sein Rennen ist aber vorbei. Alex Marquez führt vor Bezzecchi, Martin und Di Giannantonio.
Runde 4/25: Di Giannantonio kassiert in Kurve sechs Martin und ist neuer Dritter.
Runde 5/25: Alex Marquez und Bezzecchi können sich an der Spitze etwas absetzen, Di Giannantonio liegt als Dritter bereits 1,5 Sekunden zurück.
Runde 7/25: Alex Marquez kann nun auch Bezzecchi abschütteln und hat bereits eine Sekunde Vorsprung auf seinen Verfolger herausgefahren. Bezzecchi gerät nun unter Druck von Di Giannantonio.
Acosta bricht unterdessen völlig ein und verliert Position um Position, ist nur noch Zehnter. Zuvor hat er im Duell mit Raul Fernandez einen Flügel verloren.
Aprilia-Wildcard Lorenzo Savadori muss aufgeben.
Runde 13/25: Technische Probleme für Francesco Bagnaia! Er fällt von Platz neun ans Ende des Feldes zurück und kommt schließlich an die Box. Nullnummer für das Ducati-Werksteam.
Runde 14/25: Alex Marquez setzt sich weiter ab, hat bereits mehr als zwei Sekunden Vorsprung.
Runde 22/25: Kaum mehr Bewegung im Feld. Das Rennen ist eher ein geordnetes Hinterherfahren. Lediglich die Trackhouse-Piloten sorgen für Action: Raul Fernandez und Ai Ogura sind an Zarco vorbei und liegen auf den Rängen fünf beziehungsweise sechs.
Runde 25/25: Ogura drückt sich in Turn 6 an Raul Fernandez vorbei.
Ziel: Alex Marquez gewinnt souverän mit 1,9 Sekunden Vorsprung auf Bezzecchi. Di Giannantonio wird weitere 3,9 Sekunden dahinter Dritter. Martin holt Platz vier, gefolgt vom Trackhouse Duo mit Ogura und Raul Fernandez. Zarco wird Siebter, Enea Bastianini ist als Achter bester KTM-Pilot. Fermin Aldeguer und Acosta komplettieren die Top-Ten. Die restlichen Punkte gehen an Brad Binder, Franco Morbidelli, Luca Marini, Fabio Quartararo und Joan Mir.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Jerez
Alex Marquez (Sieger, Gresini):
"Es gibt kaum Worte, um diese Momente zu beschreiben. Wir hatten große Probleme zu Beginn dieses Jahres. Dieses Wochenende sieht es so aus, als wäre uns in der dreiwöchigen Pause ein guter Neustart gelungen. Ich war zu 100 Prozent motiviert und alles war im Fluss. Heute war mir klar: Ich werde von Runde eins an Gas geben und will die Führung. Von da an fuhr ich meinen Rhythmus. Der war sehr gut bis zum Ende. Es waren nur 37er-Zeiten. Danke an das Team. Sie haben nie aufgehört, zu arbeiten und haben immer an mich geglaubt. Und natürlich danke an alle auf den Tribünen. Die spanischen Fans sind fantastisch."
Marco Bezzecchi (Zweiter, Aprilia):
"Ich bin sehr zufrieden. Nach gestern war heute ein gutes Rennen sehr wichtig für mich. Wir hingen das gesamte Wochenende über ein wenig hinterher. Das war nicht leicht, aber jetzt haben wir eine gute Leistung abgeliefert. Alex war einfach zu schnell. Gratulation an ihn, er verdient den Sieg. Ich habe mein Bestes gegeben. Außerdem waren die Fans fantastisch zu mir. Ich bin kein Spanier, aber ich möchte mich trotzdem für die Unterstützung bedanken."
Fabio Di Giannantonio (Dritter, VR46):
"Mit Sicherheit müssen wir zufrieden sein. Am Ende ist uns ein großartiges Wochenende gelungen. Es war das erste Mal, dass wir hier in Jerez so konkurrenzfähig waren. Deswegen darf ich glücklich sein, aber ich glaube auch, dass wir bei einigen Setup-Entscheidungen am Motorrad etwas liegengelassen haben. Das Team hat eine großartige Vorbereitung geleistet, aber ich denke ich habe die Bedingungen falsch eingeschätzt und die falsche Entscheidung getroffen. Ich darf glücklich sein, aber wegen meiner falschen Entscheidung bleibt das ein bisschen zwiespältiges Gefühl."



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