Marc Marquez ist zurück auf der Pole Position! Erstmals seit dem Ungarn-Grand-Prix 2025 nimmt er in Jerez ein MotoGP-Rennen von Startplatz eins aus in Angriff. Marquez trumpft auf feuchter Strecke im Qualifying auf und setzt sich vor Johann Zarco sowie Fabio Di Giannantonio durch. WM-Leader Marco Bezzecchi steht auf Platz vier.

So lief Q1 in Jerez: Das Qualifying beginnt direkt mit einem Crash. Franco Morbidelli verliert in seiner ersten schnellen Runde in Kurve sechs die Kontrolle über seine Ducati und landet im Kies.

Pedro Acosta setzt unterdessen die erste Richtmarke. Johann Zarco unterbietet diese wenig später, doch die Rundenzeit wird ihm gestrichen, weil Jack Miller wenige Sekunden davor in der Zielkurve gestürzt war. Wenig später geht auch Diogo Moreira zu Boden: Ihn erwischt es in Turn 9.

Zwischen all den Gelben Flaggen erwischt Zarco nun aber eine freie Runde und setzt sich ganz klar an die Spitze: Er ist über neun Zehntel schneller als Acosta! Im folgenden Umlauf kann er noch einmal nachlegen und schraubt seinen Vorsprung auf über eine Sekunde. Acosta kann sich ebenfalls noch steigern, verpasst Zarcos Bestzeit aber um 86 Tausendstelsekunden.

Zarco und Acosta fahren in diesem Q1 in einer eigenen Liga und steigen souverän in Q2 auf. Brad Binder verliert als Dritter bereits über eine Sekunde und steht somit auf Startplatz 13. Neben ihm positionieren sich die Werks-Hondas mit Joan Mir und Luca Marini, der in der Schlussphase ebenfalls in der Zielkurve zu Sturz gekommen war. Reihe sechs führt Yamaha-Wildcard Augusto Fernandez vor Fabio Quartararo und Morbidelli an. Die Startplätze 19 bis 21 gehen an Toprak Razgatlioglu, Aprilia-Wildcard Lorenzo Savadori und Alex Rins. Jack Miller und Diogo Moreira stehen am Ende des Feldes.

Das war Q2 zum Spanien-GP: Das finale Qualifying-Segment beginnt mit Verspätung. Franco Morbidelli hatte am Ende von Q1 Flüssigkeit an seiner Ducati verloren, weshalb die Strecke erst gereinigt werden muss. Fünf Minuten später als geplant kann es dann losgehen: Alex Marquez führt das Feld vor Bruder Marc in die erste schnelle Runde. Die schnellste Zeit knallt da wenig überraschend Pedro Acosta mit seiner Erfahrung aus Q1 auf den Asphalt. Dahinter reihen sich Marc Marquez und das Aprilia-Duo mit Jorge Martin und Marco Bezzecchi ein.

Fermin Aldeguer kommt im zweiten Umlauf in Kurve acht zu Sturz, Marc Marquez übernimmt unterdessen 0,049 Sekunden vor Acosta die Spitze. Eine Runde später erwischt es auch Alex Marquez, er geht in Turn 9 zu Boden. Marc Marquez kann hingegen noch einmal mächtig nachlegen und schraubt seinen Vorsprung auf 0,572 Sekunden.

Johann Zarco hat nun einen neuen Hinterreifen aufgezogen und nutzt diesen perfekt: Er holt sich die Bestzeit, 0,237 Sekunden vor Marc Marquez. Direkt danach der nächste Sturz: Martin fliegt in Kurve eins ab. Zarco wird davon nicht beeinflusst und steigert sich. Der LCR-Mann baut seinen Vorsprung auf über sechs Zehntelsekunden aus. Das letzte Wort in diesem Qualifying hat aber Marc Marquez: Er unterbietet Zarcos Bestmarke noch einmal um 0,140 Sekunden.

Zarco versucht einen finalen Konter, scheitert aber mit einem mächtigen Rutscher in der Zielkurve. Marc Marquez schnappt sich die Pole Position. Zarco und Fabio Di Giannantonio komplettieren Reihe eins. Marco Bezzecchi führt Reihe zwei mit Alex Marquez und Acosta an. Jorge Martin belegt Platz sieben, wird aber am Sonntag aufgrund einer Blockade gegen Alex Marquez im Training drei Positionen zurückversetzt. Platz acht geht an Enea Bastianini vor Raul Fernandez. Francesco Bagnaia wird Zehnter, gefolgt Ai Ogura und Aldeguer.

Das Wetter: Regen in der Nacht und am Samstagmorgen sorgten für nasse Strecke in Jerez. Während des MotoGP-Qualifyings gab es weiteren Niederschlag, die Fahrer der Königsklasse entschieden sich daher allesamt für die Regenreifen. Nur 16 Grad Außentemperatur und 18 Grad auf dem Asphalt machten die Verhältnisse im Qualifying zusätzlich knifflig.