Ziemlich enttäuschend verlief das bislang letzte MotoGP-Rennwochenende für Superstar Marc Marquez. Auch auf seiner Paradestrecke in Austin wollte der erste Grand-Prix-Sieg des Jahres 2026 nicht gelingen, nach einer Longlap-Penalty erreichte er das Ziel nur als Fünfter. Besonders besorgniserregend jedoch: Marquez musste anschließend gestehen, doch noch größere Probleme mit der 2025 im Indonesien-Sprint verletzten rechten Schulter zu haben. "Ich kann den Unterschied nicht mehr ausmachen", lautete die bittere Erkenntnis.

Marc Marquez hakt Schulterverletzung ab: Bin wieder auf gutem Level!

Kein Wunder also, dass der Ausfall des Katar-GPs wie gerufen kam. Drei Wochen dringend benötigte MotoGP-Auszeit, um den geschundenen Körper wieder in Bestform zu bekommen. Das war das klare Ziel, und das klappte offenbar auch. "Das war eine wichtige Pause für mich. Ich konnte meinen Heilungsprozess fortsetzen und kann sagen, dass ich mich jetzt wieder gut genug fühle, um hier in Jerez abzuliefern", verriet Marquez am Donnerstagnachmittag gleich zu Beginn seiner Medienrunde.

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Ob er jetzt wieder bei 100 Prozent sei? Hierauf wollte der spanische Superstar (noch) keine endgültige Antwort geben. Aber: "Ich fühle mich deutlich besser als in den letzten Rennen. Ich bin jetzt wieder auf einem guten Niveau. Wir haben nach den ersten Rennen versucht, meine Schwachpunkte zu identifizieren und sie zu verbessern. Das ist uns gelungen, ich habe jetzt wieder mehr Kraft. Ich bin da wieder auf einem guten Level. Ich werde nicht mit 110 Prozent attackieren können, aber ich werde auf dem maximalen MotoGP-Niveau fahren."

MotoGP-Favorit in Jerez? Marc Marquez: Ganz klar Marco Bezzecchi!

Klingt so, als gäbe es dann künftig keine Ausreden mehr, zumindest körperlicher Natur. In Sachen Motorrad aber vielleicht schon, und deshalb stellte Marquez am Donnerstagnachmittag auch direkt klar: "Das heißt nicht, dass ich jetzt wieder der Schnellste sein werde." Die Favoritenrolle für den Spanien-GP wollte der Ducati-Pilot schön beim italienischen Nachbarn aus Noale belassen. "Wir waren schon auf drei verschiedenen Strecken mit drei verschiedenen Karkassen und drei verschiedenen Layouts und dennoch gab es immer nur einen Gewinner", erinnerte er.

Gemeint ist damit natürlich Marco Bezzecchi, der in Austin als erst dritter Fahrer der MotoGP-Geschichte fünf Grand-Prix-Siege in Folge einfahren konnte und in der Weltmeisterschaft bereits 36 Punkte Vorsprung auf die Nummer 93 angehäuft hat. "Bezzecchi ist der klare Favorit, er hat in den letzten Rennen alle Runden angeführt", unterstrich Marquez erneut und zeigte sich dessen bewusst, dass es keine leichte Aufgabe werden wird, den WM-Leader in Jerez zu schlagen: "Wir müssen hart arbeiten und beim Fahrstil einen Schritt nach vorne machen, um näher an Aprilia heranzukommen. Sie geben da ganz klar das Level vor."

Was meint ihr: Kann Marc Marquez den Aprilias im Spanien-GP wieder gefährlich werden oder bleibt die RS-GP weiterhin das Maß aller Dinge? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

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