Sieg im Sprint, Platz zwei im Grand Prix und damit die WM-Führung - für KTM und Pedro Acosta hätte das erste MotoGP-Rennwochenende 2026 in Thailand nicht besser laufen können. Auf dem eigentlich als Angststrecke des österreichischen Herstellers bekannten Chang International Circuit konnte man mit den ursprünglichen Favoriten von Aprilia und Ducati absolut mithalten und war sogar in manchen Disziplinen wie dem Reifenmanagement überlegen.
Thailand gemeistert: KTM atmet auf
Die Erleichterung im KTM-Lager war dementsprechend groß. "Am meisten Respekt hatte ich definitiv vor dem Saisonstart in Thailand", gestand Motorsportchef Pit Beirer im Interview mit Motorsport-Magazin.com. Könnte es für den jüngsten der fünf MotoGP-Hersteller nun 2026 sogar mit dem ganz großen Coup, also dem ersten Weltmeistertitel in der Königsklasse, klappen?
Unser Experte Tom Lüthi sieht das im Interwetten MotoGP-Magazin als durchaus realistisch an. "Acosta ist jetzt einmal WM-Leader. Natürlich gibt es noch 21 weitere Wochenenden, an denen sehr viel passieren kann. Jetzt gilt es hart weiterzuarbeiten und dranzubleiben, aber das wird KTM sicher machen. Ich glaube, dass es möglich ist. KTM ist dazu in der Lage", so Lüthi.
Tom Lüthi: KTM hat gute Resultate verdient!
Der Schweizer kennt das KTM-Projekt in der MotoGP bestens. Als sich die RC16 im Jahr 2016 noch in der Vorbereitungsphase auf die erste volle Rennsaison 2017 befand, war Lüthi einer der ersten Testfahrer. Er leistete an mehreren Tagen in Mugello und Spielberg Entwicklungsarbeit. "Die Einblicke, die ich damals in das Projekt gewonnen habe, waren wirklich eindrucksvoll", erinnert sich Lüthi, der später für das Honda-Kundenteam Marc VDS Stammfahrer in der MotoGP war. "KTM hat von Anfang an mit voller Power an der Entwicklung gearbeitet - und daran hat sich bis heute nichts geändert. Deshalb haben sie es auch verdient, wenn ihnen gute Resultate gelingen."
Lüthi glaubt, dass es von diesen positiven Resultaten noch viele weitere im Jahr 2026 geben wird: "Vor allem in Kombination mit Acosta ist KTM sehr stark. Ihm traue ich zu, dass er in diesem Jahr auch die nötige Konstanz findet." Diese ließ Acosta bereits im Saisonfinish des Vorjahres erahnen. In den letzten neun Rennen - Sprints und Grands Prix kombiniert - stand er sieben Mal auf dem Podium. Nach einem verpatzten Start ins Jahr 2025 musste er sich damals dennoch mit Gesamtrang vier begnügen. In der laufenden Saison könnte es nun noch einmal weiter nach vorne gehen.
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