Nach Pramac in Siena und VR46 in Rom wurde am Donnerstag der Hattrick der italienischen MotoGP-Präsentationswoche vollgemacht. In den Sky Studios in Mailand richteten sich die Augen auf das Team, welches mit einem beeindruckenden sportlichen Aufstieg in der Vorsaison die Hoffnung auf einen echten WM-Kampf für 2026 nährte. Bei Aprilia herrscht große Aufbruchstimmung.
Aprilia geht ins MotoGP-Jahr 2026: Neue Streifen und ein Löwe
Beim Design der neuen RS-GP für die Saison 2026 setzt Aprilia auf das bewährte Schwarz, doch es gibt neue Akzente. Neben den weißen Schriftzügen und den roten Streifen finden sich nun auch violette Streifen auf dem Bike. Auffällig ist der Löwe um das 'A' des Aprilia-Schriftzuges. Technisch erwartet sich Noale nichts anderes als das bisher konkurrenzfähigste Paket in der MotoGP-Geschichte. "Wir haben viel an der Aerodynamik und der Elektronik gearbeitet", erklärte Technikdirektor Fabiano Sterlacchini.
Jorge Martin kehrt nach seinem Jahr als Titelverteidiger von der 1 zu seiner alten Nummer 89 zurück. Marco Bezzecchi startet weiter mit der 72. Wie bereits in der Vorsaison ist die Nummer des Spaniers weiß, während der Italiener an der roten Startnummer zu erkennen ist.
Marco Bezzecchi glücklich über 2025, aber: "Wollen mehr erreichen!"
Optisch gibt sich das Team also als angriffslustiger Löwe. Das soll auch sportlich der Fall sein. Marco Bezzecchi wurde 2025 WM-Dritter. Die Saison beendete er dabei mit zwei Siegen in Folge, ein Novum für Aprilia. 'Bezz' ließ in Mailand keinen Zweifel daran, dass er diesen Erfolg noch übertreffen will: "Natürlich bin ich darüber zufrieden. Aber das ist nie genug. Ich bin glücklich und stolz, dass ich im ersten Jahr mit dem Team solche Ergebnisse erreicht habe, aber wir wollen mehr erreichen."

Jorge Martin vor entscheidendem Jahr: "Mit diesem Bike kann ich gewinnen!"
Ganz oben war Jorge Martin bereits zu Pramac-Zeiten. Sein Wechsel zu Aprilia als amtierender Weltmeister erwies sich im ersten Jahr jedoch als Albtraum voller Verletzungen. 2026 soll nun der richtige Start mit der Mannschaft aus Noale erfolgen. Der Ex-Champion will sich und der Konkurrenz beweisen, dass er es noch draufhat. "Ich habe letzte Saison viele Rennen verpasst und muss erst mein Selbstvertrauen wiederfinden. Wenn ich das geschafft habe, habe ich aber keine Zweifel, dass ich mit diesem Bike wieder gewinnen kann", kündigt der Spanier an.

Den Vertragsstreit aus dem Vorjahr will er endgültig hinter sich lassen. "Ich habe viel aus dem letzten Jahr gelernt. Das Team steht mir nun ganz nah bei und wir haben gelernt, dass wir zusammenhalten müssen, um kämpfen zu können", gibt sich der 'Martinator' geläutert. Körperlich sieht er sich nach harten Monaten der Reha und des Trainings bereit: "Nach dem, was da letzte Saison passiert ist, war diese Winterpause sehr wichtig, um für 2026 bereit zu werden. Ich kann es nicht erwarten, denn ich will unbedingt zurückschlagen."
Massimo Rivola macht Ansage: "Können noch mehr liefern!"
Ganz im Sinne der Angriffslust seiner beiden Fahrer hält sich auch Geschäftsführer Massimo Rivola nicht zurück. Der Italiener will sich nicht auf den Lorbeeren der Erfolge von 2025 ausruhen: "Es war eine gute Saison, aber ihr kennt mich. Ich blicke lieber nach vorne als zurück. Diese Resultate geben uns eine zusätzliche Verantwortung. So wie wir unsere Firma nun aufgebaut haben, können wir mehr als das liefern."
Damit dürfte er bei Fans und den Verantwortlichen von Liberty Media auf offene Ohren treffen. Eine erneute Dominanz von Ausnahmefahrer Marc Marquez soll im Sinne einer spannenden Saison 2026 verhindert werden. Die Hoffnungen dafür ruhen zu einem großen Teil auf den Schultern von Aprilia.
Der sportliche Aufstieg von Aprilia in der Saison 2025 ist zu großem Teil der Verdienst von Fabiano Sterlacchini. Was den neuen technischen Direktor in Noale so besonders macht, erfahrt ihr hier:



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