Die MotoGP bildet die unangefochtene Königsklasse des Motorradsports. Die Fahrer für ihre 22 Startplätze können logischerweise aber nicht unvorbereitet auf die 300-PS-starken Maschinen steigen, sondern wollen bestmöglich ausgebildet sein. Dafür gibt es den 'Road to MotoGP', der alle Förderkategorien beinhaltet.
Neue Klassen für 'Road to MotoGP'
Dieses etablierte System wird für die Saison 2027 nun in eine neue, einheitlichere Form gegossen, die am Freitag in Portimao präsentiert wurde. Ausgangspunkt des 'Road to MotoGP' ist die FIM MotoMini World Series, mit zwei Klassen (160ccm für 10- bis 14-Jährige und 190ccm für alle Fahrer ab 12) und eigenen und 22 nationalen beziehungsweise lokalen Serien: Australien, Österreich, Kanada, China, Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Malaysia, Niederlande, Nordostasien, Philippinen, Portugal, Katar, Südostasien, Spanien, Türkei, Vereinigtes Königreich und USA. Die besten Fahrer dieser Serien treffen sich dann zum Weltfinale im Rahmen des MotoGP-Finales in Valencia.

Von den Mini-Bikes geht es in die neu geschaffenen Moto4-Klassen. Diese ersetzen die bisherigen Talent-Cups. Auch hier gibt es fünf lokale Ausgabe: European Cup, Asia Cup, Northern Cup, British Cup und Latin Cup. Gefahren wird über alle Serien hinweg mit einheitlichen Motorrädern vom Typ Honda NSF250R.
Der finale Schritt: Rookies Cup und Moto3 Junior
Die letzte Stufe vor der Motorrad-Weltmeisterschaft bilden der Red Bull MotoGP Rookies Cup und die neu benannte Moto3 Junior FIM World Championship, bisher FIM JuniorGP World Championship. Im Rookies Cup beträgt das Mindestalter 15 Jahre, in der Junioren-WM 16 Jahre. Einen alternativen Weg stellt die Moto2 European Championship, die ihre Rennwochenenden zusammen mit der Moto3 Junior FIM World Championship und dem Moto4 European Cup austrägt.

Das Ziel der vereinheitlichten Struktur ist klar. "Die FIM möchte aufstrebende und talentierte Fahrer aus allen Ecken der Welt identifizieren, unterstützen und ihnen klare Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Alles jungen Fahrer sollen unabhängig von ihrer Herkunft dieselben Chancen haben", erklärt FIM-Präsident Jorge Viegas.



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