"Das war heute ein ziemlich schwieriger Sprint", analysierte Marc Marquez am Samstag im Podiumsinterview von Motegi. Dass Platz zwei für ihn mittlerweile das Ergebnis einer schwierigen MotoGP-Ausfahrt ist, zeigt, wie überragend seine Saison 2025 verläuft. Da Alex Marquez im Sprint als Zehnter ohne Punkte blieb, kann Marc am Sonntag bis zu sechs Punkte auf seinen Bruder verlieren und sich dennoch bereits mit fünf ausstehenden Rennwochenenden zum Weltmeister krönen.
Marc Marquez selbstkritisch: Bin zu steif
Und er ist auch fest entschlossen, dieses ersten WM-Matchball beim Japan-Grand-Prix zu verwandeln. "Ich spüre den Druck massiv", gestand er nach dem Sprint, in dem er sich erst spät an Joan Mir und Pedro Acosta vorbei auf Rang zwei kämpfen konnte. "Ich habe es das ganze Jahr über gut geschafft, den Druck auszublenden und kaum Fehler zu machen. An diesem Wochenende bin ich aber steifer als normal. Vielleicht kann ich im Warm Up noch ein paar Aspekte meines Fahrens bereinigen und etwas lockerer werden."
Dass dem bereits sechsfachen MotoGP-Champion die Situation, erstmals seit 2019 wieder einen Titel gewinnen zu können derart belastet, kommt auch für Marquez selbst überraschend: "Es ist eigenartig: Wenn du jung bist, nimmst du den Druck gar nicht wahr und denkst gar nicht daran, was schiefgehen könnte. Du hältst dir vor Augen, dass es weitere Möglichkeiten geben wird. Dieses Mal will ich den Weltmeistertitel aber auf jeden Fall fixieren. Das Wichtigste ist, dass ich diesen ersten Matchball nutze. Ich hoffe, dass ich diese Last von meinen Schultern bekomme."
Marc Marquez vor WM-Titel, Herkulesaufgabe für Bruder Alex
Marquez hat sich bereits ausgemalt, wie das gelingen soll. "Mein Ziel ist es, auf das Podium zu fahren", gibt er die Devise für Sonntag aus. Mit einem Sieg oder zweiten Platz ist der Ducati-Star ohnehin Weltmeister. Wird er Dritter, muss Alex Marquez das Rennen gewinnen, um den WM-Kampf noch offen zu halten. Eine beinahe unlösbare Aufgabe für den jüngeren Bruder, der nur von Startplatz acht ins Rennen geht. Dieser setzt sich auch realistischere Ziele. "Ich werde versucht, im Bereich von Platz sechs zu landen. Ich habe hier einfach kein gutes Gefühl", analysierte Alex Marquez am Samstag. Er hatte zu Beginn Probleme mit dem Ride-Height-Device an seiner Ducati GP24, konnte aber auch in der Folge keine Positionen gutmachen.
Marc Marquez beschrieb unterdessen seine scheinbar einfache Aufgabe für den Sonntag: "Ich muss ausblenden, worum es geht und mich einfach auf das Fahren konzentrieren. Ich weiß ja, wie es geht." Er weiß aber auch: "Es wird ein langes Rennen." Ein langes Rennen, in dem auch das Wetter eine entscheidend Rolle spielen könnte. Denn für Sonntag ist mit Regen zu rechnen. Das MotoGP-Rennen startet um 7 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Während Marc Marquez also kurz vor der großen Erlösung steht, musste Noch-Weltmeister Jorge Martin am Samstag in Motegi den nächsten Rückschlag hinnehmen:



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