Auf die Frage nach ihrer Lieblingsstrecke im MotoGP-Rennkalender geben die Fahrer der Königsklasse meist eine von zwei Antworten: Phillip Island oder Mugello. Wie der Schauplatz des Australien-Grand-Prix überzeugt auch das Autodromo in der Toskana durch ein flüssiges Layout mit vielen schnellen Kurven. Zahlreiche Bergauf- und Bergabpassagen stellen eine zusätzliche Herausforderung für die Piloten dar - im positiven Sinne.
Bodenwellen trüben Mugello-Genuss
Eine Aufgabe, die Mugello den Aktiven seit neuestem stellt, ist für sie allerdings mehr als verzichtbar: Bodenwellen. Der Highspeed-Kurs - Jorge Martin erreichte hier bei seiner Pole-Runde im Vorjahr mehr als 180 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit - ist mittlerweile gespickt mit unangenehmen Bodenwellen. Kein Wunder: Die letzte Neuasphaltierung liegt für eine Strecke diesen Kalibers eine wahre Ewigkeit zurück. 2011 wurde letztmals ein frischer Belag aufgetragen.
"Wir brauchen hier definitiv einen neuen Asphalt", stellte Jack Miller am Freitagabend fest. "Arrabbiata 2 ist sehr wellig, sobald du etwas von der Linie abkommst und in dem Bereich bist, wo die Räder der Autos über den Asphalt rollen. Kurve zwölf ist auch extrem wellig, ebenso die letzte Kurve. Und in Kurve vier, wo Fabio [Quartararo] heute gestürzt ist, ist es auch verdammt wellig." Quartararo zog sich bei seinem Crash eine partielle Schulterluxation zu und musste nach dem Training zur Behandlung ins Krankenhaus. "Die Strecke macht immer noch Spaß, aber so ist es auch verdammt stressig", meint Miller.
Nicht nur Bodenwellen: Brüchiger Asphalt, veraltete Auslaufzonen
Zahlreiche Fahrerkollegen stimmten dem Australier zu. "Es gibt einige neue Bodenwellen, etwa in Turn 1 oder der Zielkurve. Teilweise fehlen auch einige Steine im Asphalt, was zu einem gewissen Rattern der Räder führt", erklärt Alex Marquez. "Durch die vielen Bodenwellen musst du ständig voll angespannt auf dem Motorrad sein", beschreibt Alex Rins. "In Verbindung mit dem Layout der Strecke gibt dir das keinen Moment, in dem du einmal durchatmen könntest."

Für Marc Marquez gibt es nicht nur die Bodenwellen zu beheben: "Der Asphalt ist alt. Vor allem abseits der Ideallinie spürst du die Wellen stark. Meiner Meinung nach müssen wir aber auch über einige Auslaufzonen sprechen: In Kurve acht etwa brauchen wir mehr Asphalt, denn ansonsten landest du mit hohem Tempo im Kies und das kann gefährlich werden. Auf dieser Strecke haben wir in puncto Sicherheit definitiv einiges zu tun."



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