Alex Marquez mischt die Spitze der MotoGP in der Saison 2025 auf. Mit seinem ersten Sieg in Jerez holte er auch die WM-Führung wieder zurück. Mittlerweile dämmert der Konkurrenz, dass er von dort vielleicht nicht so leicht zu verdrängen sein wird.
Konkurrenz nimmt Alex Marquez ernst: Ein Spitzenkandidat für den Titel!
"Er ist bisher der konstanteste Fahrer, der eine, der seinen Speed wirklich umsetzen konnte. Außerdem kommt mit dem ersten Sieg immer ein Schub, noch mehr Rennen gewinnen zu können. Ich will keine Prozentzahl nennen, aber er ist ein Spitzenkandidat für den Titel", ist für Lokalmatador Fabio Quartararo vor dem Rennen in Le Mans klar. Und der Ex-Weltmeister ist nicht der Einzige, der die Titelchancen des Gresini-Piloten ernst nimmt.

Maverick Vinales geht gleich einmal ins Sportpsychologische: "Aus meiner Sicht hängt es davon ab, wie sehr er selbst daran glaubt, es schaffen zu können." Dagegen holt Francesco Bagnaia die Schulmathematik heraus: "Ich weiß nicht, das ist momentan schwer, das jetzt bereits zu sagen. Er hat wohl 33,3 Prozent Chance."
Marc Marquez scherzt: Erfolg bleibt dann wenigstens in der Familie
Damit spielt der Italiener natürlich auf den sich anbahnenden Dreikampf um den Titel 2025 an. Neben ihm und Alex Marquez ist da noch dessen Bruder Marc Marquez im Spiel. Dass 'Pecco' Premierensieger Alex einen Teil des Chancenkuchens zuspricht, macht deutlich: Auch er nimmt den Aufsteiger der Saison ernst.
Bleibt noch sein Teamkollege bei Ducati. Dass Marc Marquez in besonderer Art und Weise über die Sache spricht, sollte niemanden verwundern. Erstmal witzelt er: "Es ist ein Vergnügen gegen meinen Bruder kämpfen zu können. Es fühlt sich besser an, denn wenn ich verliere, dann bleibt es zumindest in der Familie." Doch dann folgte eine Aussage, die Alex' Status als Titelkandidat bestätigt, wenn auch aus anderem Blickwinkel: "Aber Scherz beiseite. Das Wichtigste für mich ist, dass die Situation in der Meisterschaft unsere Beziehung nicht verändert hat. Obwohl es so eng wie noch nie zwischen uns ist und wir beide pushen, will ich das Beste für ihn und er das Beste für mich."
Alex Marquez gibt sich gelassen: Einfach weitermachen wie bisher
Genug von der Konkurrenz. Wie sieht denn Alex selbst seine Rolle im WM-Kampf? Nicht einmal das Wort 'Titel' will er in den Mund nehmen. Der Spanier bleibt auch nach dem ersten Sieg seinem Erfolgsrezept treu: "Es war ein sehr schönes Wochenende [in Jerez, Anm. d. Red.], aber ich fühle mich kein bisschen anders. Das Leben ist dasselbe. Ich muss trainieren, Radfahren, ins Fitnessstudio gehen, das ist alles dasselbe. So ein Sieg darf dich nicht verändern. Mental muss dein Zugang zum Wochenende gleichbleiben."
Unbeeindruckt von seinem Höhenflug führt er weiter aus: "Ich versuche einfach, bei 100 Prozent zu sein, so wie uns das in Jerez vom ersten Moment an gelungen ist. Ich versuche, mich voll zu konzentrieren und 100 Prozent meines Potentials abzurufen. Ja, wir führen, aber wir sind erst beim sechsten Rennen. Wir sollten das sehr genießen, aber wir müssen einfach weitermachen." Bis jetzt hat das hervorragend funktioniert. Wenn es dann in der Spätphase der Saison immer noch um den Titel gehen sollte, könnte das 'einfach weitermachen' aber wohl etwas schwerer fallen.
Zumindest auf technischer Seite stehen die Chancen gut, dass Alex Marquez konkurrenzfähig bleiben kann. Warum dies der Fall ist, haben wir in unserem letzten Video aufbereitet:



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