Francesco Bagnaia kann doch noch MotoGP-Sprints gewinnen! In Mugello steht er erstmals seit dem Österreich-Grand-Prix im vergangenen August an einem Samstag ganz oben auf dem Podium. Flankiert wird er dabei von Marc Marquez und Pedro Acosta. Jorge Martin stürzt auf Rang drei liegend und geht leer aus.
In der Weltmeisterschaft schmilzt Martins Vorsprung somit auf 27 Punkte gegenüber Bagnaia und 32 gegenüber Marc Marquez.
MotoGP Mugello: Der Rennfilm im Sprint
Die Startaufstellung: 1. Martin, 2. Bagnaia, 3. Vinales, 4. M. Marquez, 5. Bastianini, 6. Morbidelli, 7. Acosta, 8. A. Marquez, 9. A. Espargaro, 10. Rins, 11. Oliveira, 12. R. Fernandez, 13. Binder, 14. Di Giannantonio, 15. Quartararo, 16. Bezzecchi, 17. Mir, 18. Zarco, 19. Miller, 20. A. Fernandez, 21. P. Espargaro, 22. Savadori, 23. Nakagami, 24. Marini
Start: Bagnaia kommt am besten weg und biegt als Erster in Turn 1 ein. Dahinter reihen sich Bastianini und Martin ein. Binder schießt von Startplatz 13 auf 4 nach vorne. Es folgen Marc Marquez, Vinales und Acosta.
1. Runde: Martin schnappt sich Bastianini und ist neuer Zweiter. Acosta überholt Vinales für Platz sechs. Marc Marquez greift Binder an, ist kurz vorbei, muss die Position aber wieder abgeben.
2. Runde: Marc Marquez geht auf der Start-Ziel-Gerade an Binder vorbei auf Rang vier.
Fabio Quartararo und Miguel Oliveira sind kollidiert und gestürzt. Die Szene wird von den Stewards untersucht, es kommt aber zu keiner Strafe.
3. Runde: Bastianini bremst sich in Turn 1 an Martin vorbei, geht weit und zieht dann wieder auf die Ideallinie zurück. Es kommt zum Kontakt und Bastianini stürzt. Auch diese Kollision sehen sich die Stewards an und entscheiden erneut auf einen Rennunfall, für den kein Fahrer bestraft wird.
Acosta kassiert in der Zielkurve Binder und ist neuer Vierter hinter Bagnaia, Martin und Marc Marquez.
4. Runde: Binder verliert eine weitere Position. Morbidelli ist an ihm vorbeigegangen.
5. Runde: Marquez attackiert auf dem Weg zu Kurve eins Martin, doch der schiebt ihn auf die Außenbahn und verteidigt so Rang zwei.
6. Runde: Marc Marquez greift Martin in Kurve eins erneut an, kann dieses Mal die Innenlinie einnehmen und ist vorbei. Ihm fehlt nun gut eine Sekunde auf Leader Bagnaia.
Joan Mir ist an die Box gekommen und gibt auf.
8. Runde: Martin ist gestürzt! Der WM-Führende hat seine Ducati in den Kies von Turn 1 geworfen und ist aus dem Sprint.
Marc Marquez zieht unterdessen das Tempo an und nimmt Bagnaia innerhalb eines Umlaufs eine halbe Sekunde ab. Nur noch acht Zehntel beträgt der Abstand.
9. Runde: Bagnaia kontert. Er ist in der neunten von elf Runden um den Hauch von zwölf Tausendstelsekunden schneller.
10. Runde: Marquez leistet sich einen Fehler, Bagnaia geht mit 1,009 Sekunden Vorsprung in die letzte Runde.
11. und letzte Runde: Bagnaia lässt nichts mehr anbrennen.
Ziel: Bagnaia gewinnt 1,469 Sekunden vor Marc Marquez. Acosta komplettiert das Podium. Morbidelli wird Vierter vor Vinales und Binder. Die letzten Punkte gehen an Di Giannantonio, Alex Marquez und Aleix Espargaro.
Die Stimmen der MotoGP-Fahrer vom Sprint-Podium in Mugello
Francesco Bagnaia (Ducati, Sieger):
"Es ist unglaublich, ich habe jede einzelne Runde genossen. Ehrlicherweise war der letzte Teil des Rennens recht hart. Aber mir hat es wirklich gefallen. Das Bike funktioniert perfekt. Es wird schwer, das morgen wieder so zu machen. Aber mal ein Sprint-Rennen zu beenden ist gut. Es ist das erste Mal in vier Rennen. Also bin ich sehr glücklich. Hier vor diesen Fans wieder zu gewinnen ist unglaublich."
Marc Marquez (Gresini, Zweiter):
"Die Pace ist sehr gut. Es sieht so aus, als wäre Pecco seit gestern ein bisschen schneller als wir. Aber wir sind hier auf dem zweiten oder dritten Platz. Heute startete ich von Rang 4, aber mein Start war nicht besonders gut. Das ganze Wochenende schon habe ich Probleme beim Start. Morgen wollen wir das lösen und dann ist die Rennpace da. Ich fühle mich gut. Also werden wir sehen, ob wir morgen wieder ums Podest kämpfen können."
Pedro Acosta (GasGas, Dritter):
"Wir haben uns an Samstagen sehr verbessert. Ich war jetzt ziemlich konkurrenzfähig im Qualifying. Außerdem haben wir uns beim Start massiv verbessert. Heute war ich nah dran, sogar Zweiter zu sein. Ich bin sehr glücklich über mein Team. Sie arbeiten Tag und Nacht, um unser Bike an die Spitze zu bringen. Wir kommen immer näher. Näher, als wir es erwartet hatten. Alle Leute in Mattighofen und hier an der Strecke arbeiten an diesem Motorrad. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg."



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