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MotoGP-Crashes: Schockmomente in Misano

Ein getroffener Kameramann, ein Marshal mit tausend Schutzengeln und ein verletzter MotoGP-Pilot. Der Samstag in Misano hatte es in sich.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Am Samstag entwickelten sich die Qualifyings in Misano zur gefährlichen Rutschpartie, bei der für einige Beteiligte viel Glück dabei war. So etwa für einen Kameramann, dessen Unterstand von einer außer Kontrolle geratenen Suzuki von Joan Mir getroffen wurde.

Bereits während der Live-Übertragung war zu sehen, wie das von der Kamera übertragene Bild unmittelbar nach Mirs Abflug massiv wackelte. Wenig später war aus einer anderen Perspektive zu sehen, wie die Suzuki auf den Reifenstapeln lag. Am Nachmittag bestätigte Mir den Zwischenfall.

"Ich habe in der letzten Kurve leider einen Kameramann getroffen und würde mich gerne dafür entschuldigen", sagte der amtierende MotoGP-Weltmeister. "Ich konnte den Crash leider nicht verhindern. Aber ich bin froh zu hören, dass es ihm gut geht."

Viel Glück für Marshals

Im Qualifying der Moto2 gab es eine weitere Schrecksekunde: Als Jake Dixon zu Boden ging, krachte sein Motorrad beinahe in eine Gruppe Marshals, die sich gerade um die Bergung eines kurz zuvor abgeflogenen Bikes kümmerten. Ein Unfall, der mit etwas mehr Pech auch tödlich enden hätte können.

Dixon wurde für seine Aktion vor die FIM-Stewards zitiert, da unter Gelben Flaggen generell die Ansage gilt, die Geschwindigkeit zu reduzieren um in jedem Fall einen Sturz zu vermeiden. Ob es eine Strafe für den Briten gibt, ist bislang noch nicht bekannt.

Nicht für alle Fahrer blieben die Stürze am Samstag ohne Konsequenzen: Für Lorenzo Savadori ist das Misano-Wochenende bereits beendet. Der Italiener stürzte mit seiner Aprilia bereits im 3. Training und zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Einige weitere Piloten mussten nach Crashes in den Qualifyings ins Medical Center, Verletzungen sind bislang noch nicht offiziell bestätigt.