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MotoGP

Fabio Quartararo nur auf P15: Wollte kein Risiko eingehen

Ausgerechnet bei seinem ersten Matchball zum MotoGP-Titel 2021 erlebt Fabio Quartararo sein mit Abstand schlechtestes Qualifying in dieser Saison.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Fünf Pole Positions, fünf zweite Startplätze, vier dritte und nur einmal P6 - die Qualifying-Form von Fabio Quartararo in der MotoGP-Saison 2021 war bislang überragend. In Misano musste der WM-Leader aber erstmals in Q1 und schied dort auch prompt aus. Zu allem Überfluss wurde ihm seine schnellste Runde aufgrund Gelber Flaggen auch noch gestrichen, wodurch er auf Startplatz 15 zurückfiel.

WM-Rivale Francesco Bagnaia sicherte sich unterdessen die Pole Position in Misano und hat somit beste Chancen, die Entscheidung im Titelkampf zumindest um ein Rennwochenende zu vertagen. Unter welchen Umständen Quartararo den Sack schon am Sonntag zumacht, seht ihr in unserer Übersicht:

"Natürlich bin ich enttäuscht", gestand Quartararo nach dem Qualifying. "Das ist natürlich nicht das, was wir uns erwartet haben. Wir hatten Probleme. In den letzten zwei Sektoren habe ich nicht genug Risiko genommen. Es war eher eine unbewusste Entscheidung, aber ich wollte auf den nassen Flecken nichts riskieren." Nach starken Regenfällen am Vormittag ging das Qualifying auf einer größtenteils trockenen Ideallinie mit einigen nassen Stellen über die Bühne.

Bedingungen, die Quartararo ganz und gar nicht schmecken: "In FP3 hat mir nicht viel auf den direkten Einzug in Q2 gefehlt. Im Nassen ist uns da ein gewaltiger Fortschritt gelungen. Am Nachmittag hatten wir dann aber genau die Verhältnisse, die ich hasse. Ich habe mein Bestes gegeben, aber mehr als Platz 15 war nicht drinnen."

Nun will Quartararo am Sonntag eine Aufholjagd starten. Unabhängig davon, wo Widersacher Bagnaia liegt. "Das möchte ich nicht wissen, denn so wird der Druck nur größer", verriet Quartararo. "Meine Strategie ist, von Beginn an Vollgas zu geben. Ich muss ja viele Positionen gutmachen. Es wird sicher ein ungewohntes Rennen für mich, aber ich glaube, dass wir uns gut schlagen können."

Große Hoffnungen auf den vorzeitigen Titelgewinn macht sich der Yamaha-Star dennoch nicht: "Vielleicht unterläuft Pecco ein Fehler, auch wenn ich ihm das nicht wünsche. Mein Gefühl ist, dass wir im Normalfall auch in Portimao um die Weltmeisterschaft kämpfen werden."


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