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MotoGP

MotoGP - Misano: Alle Stimmen zu Fabio Quartararos WM-Krönung

Die MotoGP-Saison 2021 ist entschieden. Fabio Quartararo krönt sich in Misano zum Weltmeister, Marc Marquez gewinnt. Alle Stimmen zum Emilia-Romagna-GP.
von Florian Niedermair

Weltmeister: (4.) Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich lebe jetzt einfach den Traum. Es ist so schön, meine Familie hier zu haben. Wir werden das heute Nacht und die gesamte restliche Saison richtig genießen. Mir fehlen die Worte und ich habe keine Flüssigkeit mehr in meinem Körper, um zu weinen. Es fühlt sich so gut an, aber ich kann nicht einmal beschreiben, was ich gerade fühle. Der erste Franzose zu sein, der die MotoGP gewinnt, ist unglaublich."

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Das ist ein viel wichtigerer Sieg als in Austin. Mein Ziel war es hier oder in Portimao auf dem Podium zu stehen. Als Pecco zu pushen begann entspannte ich mich ein wenig, aber er stürzte. Zum Glück geht es ihm gut und wir konnten davon profitieren. Wir verbessern uns ständig, das ist der beste Weg die Saison 2021 zu beenden."

2. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Ein unglaubliches Rennen und Ergebnis. Ich bin nicht nur für mich, sondern auch für das ganze Team glücklich und zufrieden. Wir haben ein hartes Jahr hinter uns. Ich war während des Rennens angespannt, aber in den letzten Runden passierte alles: Pecco stürzte, Miguel stürzte, ich hatte eine Warnung wegen Track Limits am Motorrad. Heute ist ein Tag, den wir als Team genießen können."

3. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): "Dieses Podium fühlt sich echt komisch an! Nach dem Qualifying gestern hätte ich nicht gedacht, dass das möglich ist. Ich habe aber vor allem am Ende des Rennens voll gepusht und hatte eine tolle Pace. Nach den Stürzen hatte ich Fabio und das Podium dann in Reichweite, also bin ich die letzte Runde einfach über dem Limit gefahren und habe mir P3 geholt."

Sensationelle Aufholjagd: Enea Bastianini raste in Misano von P18 zu seinem zweiten Podium - Foto: LAT Images

5. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich bin mit diesem Rennen zufrieden. Ich war konstant, habe keine Fehler gemacht und das Tempo war gut. Ich musste Punkte sammeln, um mein Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Jetzt muss ich versuchen, die Meisterschaft auf die bestmögliche Weise zu beenden."

6. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Ich habe in diesem Rennen 100 Prozent gegeben, aber mit den frischen Reifen hatte ich Mühe, die Jungs vor mir einzuholen. Ich habe mich sehr darauf konzentriert, nach vorne zu kommen, aber das war nicht möglich, ich lag weit zurück, aber ich habe weiter gekämpft, um meine Position zu verbessern, und ich konnte einige gute Überholmanöver machen."

7. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Ich bin mit den Punkten, die wir heute geholt haben, zufrieden, vor allem weil meine Pace nicht gerade außergewöhnlich war. Leider hatte ich keinen guten Grip am Hinterreifen, damit kämpfte ich das ganze Rennen über. In Anbetracht der Schwierigkeiten an diesem Wochenende ist es wichtig, Misano mit einer soliden Leistung zu verlassen."

8. Maverick Vinales (Aprilia Gresini): "Ich hatte von den ersten Runden an eine gute Pace, und das einzige, was mich davon abhielt, um ein noch besseres Ergebnis zu kämpfen, war die Tatsache, dass ich von hinten Positionen gutmachen musste. Nach dem, was wir heute gezeigt haben, bin ich sehr zuversichtlich."

9. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Ich kann mit dem heutigen Ergebnis nicht ganz zufrieden sein, auch wenn wir in die Top10 gefahren sind und im Vergleich zu Misano 1 einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Es war ein Wochenende, an dem wir viel Erfahrung gesammelt haben."

10. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Das war der beste Weg, mich zu verabschieden. Ich wollte nicht mit einem schlechten Rennen gehen. Daher habe ich mich sehr konzentriert. Von ganz hinten zu starten ist immer schwierig, aber ich habe mich von Beginn an gut gefühlt. Ich konnte einige Fahrer überholen und am Ende ist es sich für einen Top-10-Platz ausgegangen."

Valentino Rossi verabschiedet sich mit einem Top-10-Resultat aus Italien - Foto: LAT Images

11. Brad Binder (Red Bull KTM): "Alles in allem ist es ein Tag zum Vergessen. Ich fühlte mich für das Rennen recht gut und wählte die härtere Reifenvariante. Ich wollte spüren, wie es auf der Sichtungsrunde ist, aber auf der Gegengeraden waren meine Bremsen nicht warm genug und ich blockierte das Vorderrad. Ich habe mich im Rennen bemüht und hatte das Gefühl, dass ich vorankomme, aber ich würde es nicht als solide bezeichnen."

12. Michele Pirro (Ducati Lenovo): "Das gestrige Qualifying hat mein Rennen beeinträchtigt, also war das Hauptziel heute, so viele Plätze wie möglich gutzumachen. Ich bin enttäuscht, dass Jack und Pecco gestürzt sind, denn das war nicht das, was wir uns für dieses Wochenende erhofft hatten, aber wir haben unser Bestes gegeben. Wir wissen, dass wir stark sind und das Potenzial haben, es nächstes Jahr wieder zu versuchen."

13. Andrea Dovizioso (Petronas Yamaha): "Es war ein sehr schwieriges Wochenende, weil wir im Nassen sehr zu kämpfen hatten. Ich habe heute etwas mehr erwartet, nicht mit unserer Position, sondern mit unserer Pace, aber es fühlte sich von Beginn des Rennens an nicht gut an."

14. Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha): "Ich bin zufrieden mit der Gesamtleistung, die wir an diesem Wochenende gezeigt haben. Wir haben uns stark verbessert. Ich hatte ein besseres Gefühl für das Motorrad, und meine Kondition war sicherlich besser, sodass ich bis zur Mitte des Rennens schneller sein konnte. Leider bin ich noch nicht fit genug, um das Tempo auf diesem Rennniveau zu halten. In der zweiten Hälfte des Rennens musste ich das Tempo drosseln. Aber wir haben einige gute Schritte gemacht, deshalb bin ich zufrieden."

15. Takaaki Nakagami (LCR Honda): Zitat folgt

DNF: Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Dieser Tag stand unter dem Motto: Entweder ich gewinne oder ich lande im Kies. Ich habe alles versucht, bin am Ende aber gestürzt. Ich bin glücklich über meine Performance, aber natürlich auch frustriert über das Ergebnis. Ich musste jede einzelne Runde komplett ans Limit pushen. Sobald du das nicht gemacht hast, wurde der Vorderreifen sofort zu kühl."

Falsche Reifenwahl? Francesco Bagnaia wirft den Misano-Sieg ins Kies - Foto: LAT Images

DNF: Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Es ist schade, an so einem starken Wochenende nicht ins Ziel zu kommen. Wir hatten am Ende etwas mehr zu kämpfen und ich bin in einer langsamen Kurve gestürzt. Wir sind zufrieden mit den kleinen Fortschritten, die wir gemacht haben."

DNF: Jorge Martin (Pramac Ducati): "Ich bin enttäuscht. Ich habe einen Fehler gemacht und bin aus dem Rennen gerutscht. Das ist schade, denn mein Tempo war gut und ich hatte ein gutes Gefühl. So etwas kann passieren. Wir müssen aus solchen Momenten lernen."

DNF: Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Ich bin ein bisschen enttäuscht über dieses Rennen. Ich hatte generell ein sehr gutes Wochenende und fühlte mich auch im Rennen stark, aber das Motorrad funktionierte irgendwie nicht gut mit dem Hinterreifen. Von der ersten Runde an hatte ich keinen Grip mehr. Ich hatte viel zu kämpfen und versuchte mich auf dem Bike zu halten, aber es war nicht möglich."

DNF: Alex Marquez (LCR Honda): "Heute herrschten ganz andere Bedingungen als am Freitag und Samstag, aber unser Set-up war für das Rennen wirklich gut. Ich fühlte mich zu Rennbeginn gut, obwohl sich das Heck am Anfang etwas seltsam anfühlte. Dann hatte ich leider ein Problem mit dem Motorrad, und ich musste anhalten, als ich es auf meinem Armaturenbrett sah."

DNF: Jack Miller (Ducati Lenovo): "Das war enttäuschend für unser Team. Aber heute war eben einer jener Tage, die du am liebsten schnell vergisst. Es hat alles fantastisch ausgesehen, sollte aber einfach nicht sein. Unsere Reifenwahl hat zunächst wie ein Geniestreich gewirkt, aber dann zogen über der Startaufstellung Wolken auf und am Ende war es einfach nicht mehr warm genug."

DNF: Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Ich bin so traurig! Wir wussten, dass es ein schwieriges Rennen werden würde, aber ich hätte gerne meine Fans ein letztes Mal von der Strecke gegrüßt, aber leider war ein anderer Fahrer in Kurve zwei zu optimistisch und wir sind gestürzt."

Mir entschuldigt sich bei Petrucci: Ein Fahrfehler des Weltmeisters eliminierte den Tech-3-Piloten bei seinem letzten Italien-Start - Foto: LAT Images

DNF: Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Es war von vornherein klar, dass es heute eine schwierige Aufgabe sein würde. Ich erhielt eine Strafe für einen Frühstart, weil ich einen Moment zweifelte, ob ich die Startkontrolle eingestellt hatte oder nicht. Dann habe ich mit dem Crash einen Fehler gemacht. Ich denke, ich hätte die Situation im Rennen besser meistern müssen."