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MotoGP

Marc Marquez: Warum ihn der MotoGP-Crash in Aragon so ärgerte

Marc Marquez stürzte im 2. MotoGP-Training von Aragon. Keine Seltenheit, dennoch war der Repsol-Honda-Star sichtlich verärgert.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Das 2. Freie Training der MotoGP in Aragon war noch keine acht Minuten alt, da fand sich Marc Marquez schon im Kies von Kurve 16 wieder. Er hatte sich am Ende der langen Gegengerade hinter Bruder Alex verbremst, war von der Ideallinie abgekommen und über das Vorderrad weggerutscht. Er kam glimpflich davon, doch seine Honda war schwer beschädigt.

Marc Marquez rechtfertigt sich: Deshalb so viele Kollisionen: (10:17 Min.)

"Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt so gefühlt, als hätte ich alles unter Kontrolle. In dieser Situation musste ich weit gehen, aber ich wollte die Kurve dann einfach aufgeben, weil es ja nur ein Training war. Dann bin ich aber auf den schmutzigen Teil der Strecke gekommen und habe das Vorderrad verloren", erklärt Marquez.

Der Meister der MotoGP-Saves zeigte sich verwundert darüber, dass ihm in diesem Moment kein Rettungsmanöver gelang: "Ich habe eigentlich aufgegeben, aber wohl nicht genug. Ich wollte ja gar nicht mehr pushen. In meiner Karriere habe ich das schon hunderte Male gemacht und es hat immer funktioniert: Einfach extrem weit gehen und dann wieder zurück auf die Ideallinie kommen. Aus irgendeinem Grund hat es dieses Mal aber nicht geklappt und ich bin gestürzt. Die Geschwindigkeit war zwar hoch, aber zum Glück war es für mich ein harmloser Crash."

Marquez hüpfte nach dem Sturz wutentbrannt durch die Auslaufzone und trat in die Luft. Eine ungewöhnliche Reaktion nach einem Crash zu Beginn von FP2. Der MotoGP-Star klärt auf: "Ich habe mich geärgert, weil mir klar war, dass wir jetzt unseren Plan nicht abarbeiten können. Ich wollte zwei Runs mit dem weichen Hinterreifen fahren, um ihn für das Rennen zu analysieren." Daraus wurde nach dem Sturz nichts. Marquez wechselte nach nur zwei schnellen Runden auf den Hard und später auf den Medium.

So stand für Marquez am Ende nur der enttäuschende 20. Rang im 2. Training zu Buche. Ein Trostpflaster: Durch seine Zeit von 1:48.048 Minuten in FP1 liegt er dennoch auf dem achten Rang der kombinierten Zeitenliste und ist somit nach den ersten beiden Trainings auf direktem Kurs Richtung Q2.


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