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MotoGP

MotoGP Spielberg II - Alle Reaktionen zum Flag-to-Flag-Drama

Der Regen macht es möglich: Brad Binder gewinnt sein zweites MotoGP-Rennen, Marquez crasht. Alle Reaktionen zum MotoGP-Sonntag in Spielberg.
von Florian Niedermair

1. Brad Binder (Red Bull KTM): "Ich bin gestern zu Bett gegangen und wollte ein Podium haben. Es ist schon so lange her und war manchmal so knapp. Bevor wir uns entschieden, draußen zubleiben hatten wir ein schreckliches Rennen. Ich bin mit dem Hinterreifen überall gerutscht und hatte Probleme. Als der Regen begann und ich Sechster oder Siebter war, habe ich meine Chance gesehen und musste einfach das Gamble eingehen."

2. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Ich bin glücklich über das Podium. Wir haben lange auf dieses Resultat gewartet. Es regnete von Anfang an, das machte es etwas schwer die Pace zu finden. Als Marc an die Box fuhr, folgte ich ihm, als noch fünf Runden zu fahren waren. Die ersten beiden Runden nach dem Stopp waren beim Bremsen rutschiger als mit Slicks, ich weiß nicht warum. Auf den letzten beiden Runden konnte ich neun Fahrer überholen. Brad war zu diesem Zeitpunkt schon weg."

3. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Wir sind im siebten Himmel. Nach dem Motorradwechsel dachte ich nicht, dass ich es auf das Podium schaffen könnte. Dann begann ich großartige Überholmanöver zu fahren und als ich über die Linie kam, war ich Dritter."

4. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Es war ein sehr verrücktes Rennen, es war großartig für uns. Es war eine gute Rennerfahrung für mich, da ich noch nie ein Flag-to-Flag-Rennen beendet habe. Ich bin glücklich darüber, wie wir die Situation am Ende gemeistert haben, auch wenn man immer glaubt dass man es ein bisschen besser machen könnte. "

Joan Mir verpasste in Österreich das Podium nur knapp - Foto: LAT Images

5. Luca Marini (Sky VR46 Ducati): "Wir waren so nah dran, Geschichte zu schreiben. Schade um das Finish, aber ich bin glücklich. Es war ein Wochenende, an dem wir von den ersten Trainings an gut gearbeitet haben. Im Trockenen war ich so schnell, hatte aber auf den Geraden zu kämpfen. Als es regnete, war ich schlau und begann zu berechnen, wie viel ich durch einen Wechsel verlieren würde. Am Ende war die Entscheidung draußen zu bleiben die richtige."

6. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Natürlich bin ich glücklich. Denn es war mein bisher bestes MotoGP-Ergebnis. Heute morgen und während des Rennens hatte ich mit dem Motorrad zu kämpfen und spürte, wie der Grip nachließ. Als der Regen anfinge, dachte ich mir: Ich habe nichts zu velieren und blieb auf der Strecke. Leider habe ich im letzten Sektor das Podium verloren, aber es war mit den Trockenreifen einfach nicht mehr möglich zu fahren. "

7. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "agen wir mal so: Ich bin glücklich über mein trockenes Rennen. Ich bin glücklich, weil ich mit Francesco Bagnaia und Marc Marquez an der Spitze geblieben bin. Auf dieser Strecke ist das ein guter Schritt nach vorne. Als es regnete ging ich an die Box und dachte an das Weltmeisterschaft. Das war die richtige Entscheidung. Leider habe ich aufgrund eines Fehlers P5 verpasst. "

8. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Ein Podium wäre schön gewesen. Der Punkt, an dem sich die Fahrer auf Slicks und jene, die gewechselt hatten, getroffen haben, war ausgerechnet drei Kurven vor Schluss. Es war sehr spannend. Zu einem bestimmten Punkt war ich sogar auf dem Podium, aber am Ende gab es immerhin ein gutes Ergebnis und das ist gut für mich und das Team in diesen schwierigen Zeiten."

9. Alex Marquez (LCR Honda): "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ich habe einen Fehler mit dem Medium-Vorderreifen gemacht, im Trockenen war es eine Katastrophe, wir haben den Reifen zu sehr verbrannt, er war warm und einfach unmöglich zu fahren. Ich wartete auf den Regen und am Ende kam er und wir kamen auf P9 ins Ziel. Darüber können wir nicht glücklich sein."

10. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "in den ersten Runden verlor ich ein paar Positionen. Runde für Runde fühlte ich mich dann immer besser. In der Beschleunigung verlor ich ein wenig, aber auf dem Rest der Strecke war ich sehr konkurrenzfähig. Als es zu regnen begann, entschied ich mich für die riskantere Variante. Um ehrlich zu sein, bin ich von allen Fahrern in der Startaufstellung wahrscheinlich derjenige, der es am meisten hasst, im Nassen auf Slicks zu fahren. as ist schade, denn im Trockenen waren nicht viele Fahrer schneller als ich. Mir wäre ein trockenes Rennen lieber gewesen, aber das gehört dazu."

11. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Heute Morgen im Warm-up hatte ich eine gute Pace, aber im Rennen konnte ich sie nicht wiederholen. Nach dem Start habe ich versucht, an der Spitzengruppe dranzubleiben, aber nach ein paar Runden hatte ich Probleme mit dem Grip und verlor ein paar Positionen. Wir haben es versucht: Das waren definitiv nicht die Ergebnisse, die wir von diesen beiden Rennen in Österreich erwartet hatten, aber jetzt müssen wir nach vorne schauen."

Jack Miller ohne Pace: Der Ducati-Werkspilot war am Red Bull Ring chancenlos. - Foto: LAT Images

12. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Es war ein schwieriges Rennen. Besonders am Anfang fühlte sich das Motorrad anders an als sonst. Ich war wirklich langsam und hatte das ganze Wochenende lang keine Pace. Als der Regen kam, wollte ich einfach auf dem Motorrad bleiben um die Zielflagge zu sehen. "

13. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Als es fünf Runden vor dem Ende zu regnen begann, lag ich auf P11. Ich entschied mich auf der Strecke zu bleiben und die letzten drei Runden waren mit den Slick-Reifen wirklich schwierig. P13 war nicht das, was ich erwartet habe, aber jetzt freue ich mich auf Silverstone."

14. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Es war ein verrücktes Rennen. Ich denke, dass wir in der Schlussphase des Rennens zu früh in den Motorradwechsel gegangen sind, denn ich denke, dass es noch möglich war, auf Trockenreifen zu bleiben. Aber ich sah eine Menge Wasser in den Kurven 3, 4 und 6, also entschied ich mich, zu wechseln. es war unglaublich, denn in den nächsten zwei Runden war es, als ob es nicht regnete. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und versuchte, auf Regenreifen zu überleben. "

15. Marc Marquez (Repsol Honda): "Mir geht es gut und ich bin mit meiner Leistung heute auch zufrieden. Ich bevorzuge so ein Rennen zu fahren anstatt durch Glück ein gutes Flag-to-Flag-Rennen zu gewinnen. Im Trockenen performte ich auf einem guten Level. Wir haben die richtige Entscheidung getroffen, an die Box zu gehen, weil es das sicherste war. Unglücklicherweise bin ich in Kurve 1 vom Regen überrascht worden und gestürzt."

Marc Marquez rettete nach einem Unfall noch einen Punkt. - Foto: LAT Images

16. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Es war ein katastrophales Rennen. Ich hatte keinen Grip mit dem Motorrad. Mein Fahrstil passt nicht zur derzeitigen Situation und ich arbeite daran, ihn zu verbessern. Im Training ist unsere Pace nicht schlecht, aber wenn wir dan nzum Rennen mit einem anderen Gummi auf die Strecke gehen, verliere ich den Grip und die Pace."

17. Cal Crutchlow (Petronas Yamaha): "Ich hatte das Gefühl, einen guten Start erwischt zu haben, und war eine Zeit lang mit einer kleinen Gruppe unterwegs, obwohl ich nicht in der Lage war, den Kontakt zu ihnen ganz zu halten. Mein Tempo war nicht schlecht und ich fühlte mich wohl. Ich hatte allerdings ein kleines Problem mit der Elektronik und es dauerte einige Zeit bis ich eine Lösung fand. Als ich sah, dass alle auf Regenreifen gewechselt hatten ging ich auch rein. Leider war die Strecke trotz Regenreifen wie Eis. Es waren ein paar seltsame letzte Runden."

DNF: Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Über das Ergebnis bin ich natürlich enttäuscht, aber körperlich geht es mir gut. Es waren keine einfachen zwei Wochen hier und es war keine angenehme Zeit auf dem Motorrad."

DNF: Johann Zarco (Pramac Ducati): "ch bin traurig und ein wenig enttäuscht, Ich habe den gleichen Fehler gemacht wie heute Morgen beim Aufwärmen. Ich habe versucht, an meine Grenzen zu gehen, um in der Gruppe zu bleiben, und bin gestürzt."

Rückschlag im WM-Kampf: Johann Zarco verlor nach einem Abflug weiter Boden auf Fabio Quartararo. - Foto: LAT Images

DNF: Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): "Leider ist die Verkleidung des Motorrads gebrochen und ich weiß nicht, warum. Es ist frustrierend, denn wir waren konkurrenzfähig und ich denke, wir hätten ein gutes Ergebnis erzielen können, denn gestern im FP4 hatte ich eine sehr konstante Pace. Ich bin sicher, dass das Glück früher oder später auf unserer Seite sein wird. "