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MotoGP: Jack Miller platzt bei Crash OP-Narbe auf

Von seiner MotoGP-Favoritenrolle muss sich Jack Miller vorerst verabschieden. In Portimao hatte er bei einem Crash Pech und schockte danach mit einem Foto.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jack Miller musste im MotoGP-Rennen in Portimao den ersten Ausfall hinnehmen. Bereits in der 6. Runde verabschiedete sich der Australier auf seiner Ducati nach einem kleinen Fehler unsanft in die Auslaufzone. Dabei platzte ihm die Narbe auf, die eine Armpump-Operation in der vergangenen Woche auf seinem Unterarm hinterlassen hatte.

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"Ich hatte eigentlich geplant, heute Abend die Nähte ziehen zu lassen, aber sie haben sich heute von selbst gezogen", scherzte Miller in seinem Videocall am Sonntagnachmittag. Zur Untermalung seiner Ausführungen zeigte er den anwesenden Journalisten ein Foto des aufgeplatzen Unterarms mit einem schelmischen Lächeln.

"Ich habe das gar nicht bemerkt, bis ich die Lederkombi ausgezogen habe. Ich musste es leider erneut nähen lassen, damit gibt es in den kommenden Tagen nur Fahrradfahren für mich, aber keine Motorräder. Ich muss jetzt warten, bis das wieder verheilt." Millers Start beim kommenden MotoGP-Rennen in Jerez ist aktuell aber nicht in Gefahr.

Miller bereits unter Zugzwang

Beim Spanien-GP steht Ducatis vermeintliche Nummer eins bereits unter Zugzwang. Miller galt für viele Buchmacher und Fans vor Saisonstart als einer der Titelfavoriten. Nach den ersten drei Rennen liegt er mit nur 14 Punkten aber nicht einmal in den Top-10 der Gesamtwertung. Auf Leader Fabio Quartararo hat er bereits 47 Punkte (umgerechnet fast zwei Siege) Rückstand.

"Es lief bislang etwas unglücklich", gab Miller zu. "Hier in Portimao hat es sich das ganze Wochenende nicht so angefühlt, als wäre ich einem Sturz nahe. Leider hat es mich heute aber dennoch erwischt. Es war mein Fehler, denn ich habe vorne zu hart gebremst und den Grip verloren. In diesem Jahr hatte ich bereits drei Stürze."

Nun droht Miller bei Ducati sogar zur Nummer zwei im Werksteam zu verkommen, denn mit Francesco Bagnaia holte sein Teamkollege im dritten Rennen bereits seinen zweiten Podestplatz. Selbst der verletzte Jorge Martin und Johann Zarco vom Pramac-Team liegen in der WM-Wertung vor ihm. "Ich hoffe, ich habe es nicht verlernt", sagte Miller. "Aber aufgeben werde ich erst, wenn ich nicht mehr kämpfen kann."


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