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MotoGP - Rossi ratlos: Selbes Problem seit Barcelona 2019

Valentino Rossi erlebte beim Doha-GP in Katar das vielleicht schlechteste MotoGP-Wochenende seiner Karriere. Er ärgert sich über altbekannte Probleme.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Ein Rennwochenenden zum Vergessen war der Grand Prix von Doha für Valentino Rossi. Der Altmeister kam beim zweiten Katar-Event der MotoGP in diesem Jahr nie auf Touren. Schon in den Trainings-Sessions enttäuschte er, ehe am Samstag mit dem 21. und somit nur vorletzten Startplatz der Tiefpunkt folgte. Im Rennen am Sonntag ging es für Rossi etwas nach vorne. Platz 16 und mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die Punkteränge können aber nicht der Anspruch eines neunfachen Weltmeisters sein.

"Das ist natürlich kein großartiges Resultat", so Rossi, der in seinen letzten acht MotoGP-Einsätzen nun gerade einmal zwölf WM-Punkte holte. "Wenn man von so weit hinten startet wird es natürlich sehr schwierig. Vor allem jetzt, wo wirklich alle Fahrer und Motorräder richtig schnell sind. Meine Pace im Rennen war nicht katastrophal, aber auch nicht gut genug um mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Vor allem in den ersten Runden habe ich zu viel Zeit verloren."

Trotz seiner schlechten Startposition war Rossi vorsichtig optimistisch in das Rennen gegangen, denn zusammen mit seiner Crew war ihm im Warm-Up am Sonntag ein kleiner Schritt nach vorne gelungen: "Wir haben da ein neues Elektronik-Setup gefunden, mit dem ich eine konstantere Pace halten kann. Deshalb habe ich mir mehr erwartet, aber durch das Qualifying war das Rennen wohl schon zu stark beeinträchtigt. Hoffentlich können wir auf den nächsten Strecken, beginnend mit Portimao, wieder konkurrenzfähiger sein."

Generell aber wirken Rossi und seine Petronas-Mannschaft etwas verloren. Denn während die Werkspiloten Fabio Quartararo und Maverick Vinales schon ihr Paket beisammenhaben und punktegleich auf Rang zwei der WM liegen, experimentierte man an Rossis 2021er-Yamaha am elften Tag in Losail innerhalb gut eines Monats immer noch fleißig herum. So wechselte man etwa zurück auf die Aluminiumschwinge - mit bescheidenem Erfolg. "Die Karbonschwinge hat bei mir nach ein paar Runden zu starkem Reifenverschleiß und in der Folge zu heftigen Vibrationen geführt. Mit dem Aluminiummodell war es etwas besser zu kontrollieren. Es hat uns beim Turning geholfen, aber das reicht nicht."

Mangelnder Respekt in der MotoGP: Hat Valentino Rossi recht?: (12:15 Min.)

Altbekannte Schwierigkeiten also für Rossi, dem der Hinterreifen an seiner Yamaha M1 mittlerweile doch schon seit geraumer Zeit zu schaffen macht. Der Routinier erinnert sich sogar noch genau an den Wendepunkt: "Es war bei den Testfahrten in Barcelona 2019. Da hat Yamaha ein paar Veränderungen vorgenommen und von da hatte ich große Probleme mit den Reifen."


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