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MotoGP

MotoGP-Test Katar 2021: Aleix Espargaro holt erste Bestzeit

Die völlig neue Aprilia RS-GP feiert ein erfolgreiches Debüt: Aleix Espargaro erzielt beim MotoGP-Test in Katar am Samstag die schnellste Rundenzeit.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Überraschung zum offiziellen Testauftakt der MotoGP für 2021: Aleix Espargaro sichert sich mit der erst am Donnerstag vorgestellten Aprilia RS-GP die Tagesbestzeit. Stefan Bradl, der sich im Shakedown am Freitag durchsetzte, kommt auf Rang zwei.

Das Ergebnis: Aleix Espargaro war in 1:54.687 Minuten um 0,256 Sekunden schneller als Bradl. Weltmeister Joan Mir wurde Dritter vor Jack Miller und Miguel Oliveira. Johann Zarco holte P6 vor Franco Morbidelli, Alex Rins und Maverick Vinales. Alex Marquez komplettierte die Top-Ten.

Valentino Rossi wurde 14., Pol Espargaro landete bei seinem Honda-Debüt auf P17.

Die Zwischenfälle: Francesco Bagnaia, Alex Marquez und einer der drei Yamaha-Testfahrer stürzten am Samstag. Alle drei Fahrer kamen aber ohne Verletzungen davon.

Das Wetter: Wie schon am Freitag machte auch am Samstag starker Wind am Losail International Circuit das Leben schwer. Gegen Ende des Tages wurde es aber ruhiger, die Strecke sauberer und die Fahrer fanden erstmals gute Bedingungen vor. Die Außentemperatur betrug bis zu 26 Grad.

MotoGP-Testauftakt: Wie viel ist die Aprilia-Bestzeit wert?: (12:52 Min.)

Die Technik: Ducati sorgte in Katar wieder einmal für Aufsehen. An der Desmosedici GP21 war ein innovatives neues Aerodynamikkonzept verbaut, mit dem wohl Luft durch eine doppelwandige Verkleidung im unteren Bereich der Maschine geführt wird. Außerdem experimentierte man mit einem Holeshot-Device am Vorderrad. Pramac Racing ist technisch auf dem Stand des Werksteams, die Avinita-Rookies sind vorerst auf modifizierten 2019er-Maschinen unterwegs.

Aprilia ist auf der Suche nach der richtigen Verkleidung für seine völlig überarbeitete RS-GP. Optisch gleichen sich die unterschiedlichen Varianten, der Unterschied liegt lediglich in der Dimensionierung des großen Frontflügels. Ansonsten testet man den mit einem neuen Zylinderkopf ausgestatteten Motor auf Zuverlässigkeit und einen möglichen Leistungsabfall bei größerer Laufleistung.

Im KTM-Lager waren die vier Einsatzfahrer allesamt mehr oder weniger auf 2020er-Bikes unterwegs, in der Tech3-Garage wurde ein neuer Kotflügel getestet. Die Entwicklung übernimmt Dani Pedrosa, der ein neues Chassis, einen neuen Auspuff und ein überarbeitetes Heck testete.

Auch bei Honda befinden sich die neuen Teile fast ausschließlich in der Box von Stefan Bradl. Er hatte am Samstag drei Maschinen zur Verfügung. Zwei davon waren mit dem karbonverstärkten Rahmen aus dem Vorjahr ausgestattet, ein Bike verfügte über ein völlig neues Chassis. Die Einsatzfahrer testeten lediglich neue Auspuffvarianten.

Bei Yamaha schickte man am Samstag zwar sieben Fahrer ins Rennen, zu testen gab es für sie aber lediglich unterschiedliche Schwingenvariationen in Karbon und Aluminimum.

Die Suzuki GSX-RR zeigt sich im Vergleich zur Weltmeistersaison 2020 praktisch unverändert. Sylvain Guintoli testete bereits einen neuen Motor für 2022.


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