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MotoGP Le Mans 2020: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Danilo Petrucci liefert im nassen Le Mans eine Meisterleistung ab und siegt souverän vor einem starken Alex Marquez. Die Reaktionen vom Rennsonntag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Danilo Petrucci (Ducati): "Unglaublich! Ich hatte heute Morgen ein sehr gutes Gefühl im Trockenen. Als es dann zu regnen begonnen hat, konnte ich es nicht glauben. Dann dachte ich mir, dass ich vielleicht auch im Regen ein gutes Ergebnis schaffen kann. Immerhin bin ich bei diesen Verhältnissen normalerweise immer stark. Ich musste so lange auf diesen zweiten MotoGP-Sieg warten und hätte mir nicht mehr erträumt, noch einmal hier zu stehen. Dieser Sieg ist für alle Leute, die auch in den schwierigen Zeiten an mich geglaubt haben. "

2. Alex Marquez (Repsol Honda): "Es fühlt sich einfach nur großartig an. Von Startplatz 18 aus waren die ersten Runden nicht einfach, aber ich konnte nach und nach Selbstvertrauen aufbauen. Im Kampf mit Cal, Dovi und Pol habe ich etwas Zeit verloren. Wäre das nicht gewesen, hätte ich heute wohl auch gewinnen können. Ich freue mich aber auch so sehr. Auf dieses Resultat können wir aufbauen."

3. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin so glücklich! Es war ein sehr schwieriges Rennen. Nach dem Sturz von Barcelona war die Weltmeisterschaft für mich aber erledigt und ich hatte nichts mehr zu verlieren. Also habe ich einfach alles reingeworfen. Die letzten Runden waren verrückt. Das Motorrad ist extrem gerutscht. Auf dem Podium zu stehen ist ein großartiges Ende."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin heute etwas enttäuscht, denn ich dachte, dass ich ein besseres Ergebnis holen kann. Danilo war sehr schnell und ist wirklich gut gefahren, aber ich konnte den Großteil des Rennens an ihm dranbleiben. Am Ende haben wir aber für die falsche Reifenwahl bezahlt. Ich bin vorne und hinten mit dem Soft gefahren und konnte das Bike in den letzten Runden nicht mehr richtig lenken. Zumindest haben wir wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaft gesammelt."

5. Johann Zarco (Avintia Ducati): Zitat folgt

6. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Der sechste Platz ist ein gutes Ergebnis für uns. Es war mein erstes Regen-Rennen in der MotoGP. Wir haben eine starke Performance gezeigt. Das Rennen war ziemlich lang. Es ist schade, dass ich es nicht in die Top-4 geschafft habe. Ich denke, da wäre durchaus drin gewesen. In den letzten Kurven habe ich mich mein Überholmanöver auf Dovizioso vorbereitet, aber Zarco war fast eine Sekunde per Runde schneller. Das hätte ich nicht erwartet. Aber immerhin haben wir es auf den fünften Rang geschafft."

Miguel Oliveira blieb im nassen Frankreich-GP der MotoGP sitzen und brachte einen sechsten Rang über die Ziellinie - Foto: MotoGP.com

7. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Das war so ein schwieriges Rennen! Ins Ziel zu kommen war das Wichtigste, also bin ich ganz zufrieden. Vor allem gegen Ende des Rennens hatte ich eine gute Pace. Ich war schneller als die Spitzengruppe. In den letzten drei Runden hat der Hinterreifen aber vollkommen überhitzt und ich hatte viel Wheelspin auf der der Geraden. Da war es schwierig, meine Position zu halten. Über das gesamte Wochenende gesehen waren wir nicht besonders stark, aber im Rennen dafür recht konkurrenzfähig."

8. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Dieses Ergebnis heute ist eine große Erleichterung, über die ich mich sehr freue. Mein Jahr war bisher sehr stressig. Deshalb ist es für mich wie für das Repsol-Team ein wichtiges Ergebnis. Der Wetterbericht hat diese Entwicklung nicht vorhergesagt. Nachdem ich das FP1 im Regen ausgesetzt hatte, war ich vor dem Rennen schon ein bisschen besorgt. Aber dann habe ich mich entschieden, das Rennen einfach zu genießen und mich wohl auf dem Bike zu fühlen."

9. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Trockene Bedingungen wären für uns definitiv besser gewesen. So war es ein hartes Rennen, aber ich bin zufrieden, denn ich habe nie aufgegeben. Als mich Joan in der letzten Runde überholt hat, konnte ich sofort kontern. Es war wichtig, möglichst viele Punkte zu sammeln und am Ende konnte ich meine Führung sogar etwas ausbauen. Mit meinem ersten Regenrennen in der MotoGP kann ich also zufrieden sein."

10. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich habe heute beim Start etwas Neues ausprobiert, aber es hat nicht funktioniert. Ich bin allein gestartet, ohne die Hilfe von Elektronik. Das hat während des ganzen Wochenendes gut funktioniert. Aber im heutigen Rennen, mit all den anderen Fahrern um mich herum und dem ganzen Lärm, konnte ich mein Bike nicht mehr hören. Dadurch war ich nicht sehr präzise. Im nächsten Rennen setzen wir also wieder auf die Elektronik und versuchen, unsere Starts so zu verbessern."

11. Joan Mir (Suzuki): "Zu Rennbeginn habe ich viel Zeit verloren, als ich dem Crash von Valentino ausgewichen bin. Danach hatte ich Probleme, den richtigen Grip zu finden. Schließlich bin ich aber in einen guten Rhythmus gefallen. Ab da habe ich mich trotz der Bedingungen wieder gut auf dem Bike gefühlt. Aber zu diesem Zeitpunkt war es zu spät, um die Jungs an der Spitze noch einzuholen. Es war trotzdem ein schönes Rennen."

12. Brad Binder (KTM): "Ich habe gemischte Gefühle bezüglich des Rennens, denn auf den ersten zehn bis 15 Runden war ich unglaublich langsam. Aber dann habe ich auf einmal zwei Sekunden auf einer Runde finden können. Ab diesem Zeitpunkt habe ich erst verstanden, wie viel Grip ich eigentlich hatte. Ich bin enttäuscht, weil ich am Anfang des Rennens so viel Zeit vergeudet habe. Ich habe heute gelernt, wie unglaublich die Reifen sind."

KTM-Pilot Brad Binder fuhr in Frankreich das erstes Regenrennen seiner MotoGP-Karriere - Foto: MotoGP.com

13. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): Zitat folgt

14. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin nicht zufrieden mit diesem Rennen. Wir wissen um unsere Probleme mit dem Grip am Hinterrad, aber diese Bedingungen haben es nochmal herausgestellt. Beim Start konnte ich eine gute Pace halten, aber sobald weniger Wasser auf der Strecke war, hatte ich einfach keinen Grip. Ich habe ständig beinahe Fehler gemacht, also habe ich irgendwann einfach entschieden, das Rennen zu beenden."

15. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Es war kein einfaches Wochenende für mich. Mein Ziel war es, das Rennen zu beenden. Ich wusste, dass meine Pace nicht sehr stark war. Normalerweise fahre ich gerne im Nassen, aber ich habe schon am Freitag große Probleme gehabt. Heute habe ich einfach nur versucht, das Rennen zu beenden. Ich freue mich, das geschafft zu haben."

DNF Alex Rins (Suzuki): "Es ist schade, dass ich gecrasht bin. Trotzdem fühle ich mich eigentlich gut, denn wir können von heute viele positive Dinge mitnehmen. Ich habe den Druck des verzögerten Starts gut gemeistert und trotz der schlechten Startposition habe ich mich wohl auf dem Bike gefühlt. Ich habe viele Positionen gut gemacht und habe gut mit der Spitzengruppe mithalten können. Das doppelte Überholmanöver an den Ducatis vorbei war unglaublich! Leider bin ich aber am Ende gestürzt und habe es nicht aufs Podium geschafft."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Wir hatten im Warm-Up bereits ein Motorproblem, deshalb bin ich auf mein zweites Bike gewechselt, das wir mit Trockensetup abgestimmt hatten. Die andere Maschine war meine Maschine für nasse Verhältnisse und es als dann zu regnen begonnen hat, musste ich darauf wechseln. Die Probleme konnten wir aufgrund des engen Zeitplans leider nicht mehr beheben. Dann ist das Unvermeidliche passiert und mein Motorrad hat den Geist aufgegeben."

DNF Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich hatte einen guten Start, war dann aber leider in den Unfall mit Valentino verwickelt und habe viele Positionen verloren. Von da an war es ein wirklich hartes Rennen. Ich musste es langsam angehen und erst wieder meinen Rhythmus finden. In den letzten zehn Runden wollte ich dann mehr pushen um die Gruppe vor mir einzuholen. In Kurve vier habe ich aber leider einen Fehler gemacht und bin gestürzt."

Cal Crutchlows Rennen in Le Mans endete im Kies - Foto: MotoGP.com

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin super in das Rennen gestartet und war in einer guten Position. In den ersten fünf Runden hatte ich Probleme, genug Temperatur in die Reifen zu bekommen und konnte nicht wie gewünscht pushen. Dann bin ich aber in einen guten Rhythmus gekommen und konnte Zeit auf die Spitze gutmachen. Acht Runden vor Ende bin ich dann leider gestürzt. Das ist natürlich kein tolles Resultat, aber es war schön, wieder einmal vorne mitzumischen."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): Zitat folgt

DNF Bradley Smith (Aprilia ): "Leider haben uns unsere Probleme auch im Rennen eingeholt. Wir müssen an der Elektronik arbeiten, weil wir in Bedingungen wie heute einfach zu sehr am Limit sind. Ich bin enttäuscht, weil ich gestürzt bin. Ich habe nicht mal hart gepusht. Ich habe meine Pace gefunden und habe schon darüber nachgedacht, wie ich meine Reifen manage, aber mit weniger Wasser auf der Strecke sind sie sehr heiß geworden."

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin enttäuscht, denn einen Crash wie meinen hat man bei solchen gemischten Bedingungen wie heute in den ersten Kurven sehr leicht. Wir wissen noch nichts über unser Bike, ob wir schnell sind, wie wir uns fühlen, gar nichts. Aber ich bin gut gestartet und lag auf einer super Position. Ich bin sehr langsam in die zweite Kurve gegangen, wie alle anderen auch. Wir wollten es mit den schwierigen Bedingungen ruhig angehen lassen. Leider habe ich das Heck verloren. Das ist schade, weil ich in letzter Zeit wirklich viel Pech hatte. In den letzten drei Rennen konnten wir schon keine Punkte mitnehmen, obwohl unser Potenzial und der Speed nicht schlecht waren."


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